EDEN-ISS

#MadeInAntarctica - Gemüseanbau im ewigen Eis

365 Tage in der Antarktis, davon 257 Tage abgeschnitten von der Außenwelt, gemeinsam mit den Kameraden im Überwinterungsteam der vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) betriebenen Antarktisstation Neumayer III - Für ein Jahr war DLR-Wissenschaftler Paul Zabel Ende Dezember 2017 auf den siebten Kontinent gezogen und züchtete im Gewächshaus EDEN-ISS Gemüse, Salate und Kräuter mithilfe von künstlichem Licht, effektiven Nährstofflösungen und vollkommen ohne Erde. Mit großem Erfolg: Innerhalb des Jahres erntete "Antarktisgärtner" Zabel insgesamt 77 Kilogramm Salat, 67 Kilogramm Gurken und 46 Kilogramm Tomaten.

Mit dem Gewächshaus EDEN-ISS in der unwirtlichen Umgebung der Antarktis wollten die DLR-Wissenschaftler so dicht wie möglich an die Bedingungen einer Langzeitmission im Weltraum herankommen. Das Forschungslabor dient nicht nur der Erprobung der Gemüsezucht für zukünftige bemannte Weltraummissionen zu Mond und Mars. Zugleich forschen die Wissenschaftler für die Nahrungsmittelproduktion in klimatisch ungünstigen Gebieten wie Wüsten und arktischen Regionen.

In den Jahren 2019 und 2020 wird das DLR zusammen mit dem AWI und anderen Forschungspartnern die Produktionsprozesse im EDEN-ISS-Gewächshaus weiterentwickeln. Denn geplant ist, das Projekt fortzuführen - offen für Forscher aus der ganzen Welt.

 

Aufzeichung der Pressekonferenz zu EDEN-ISS vom 13. September 2018

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