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ICARUS: Erforschung von Tiermigrationen - Technologiedemonstration

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  • Tierbeobachtung mit ICARUS
    Tierbeobachtung mit ICARUS

    Das Wanderverhalten der Tiere kann uns viel über Umwelt­ und Klimaveränderungen verraten. Winzige, an Kleintieren wie Vögeln angebrachte Sender funken im Projekt ICARUS Daten zur ISS und lassen uns deren Flugrouten erstmals weltweit nachverfolgen.

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    Der ICARUS-Tag

    ICARUS möchte globale Wanderbewegungen von Tieren erforschen - im Fokus sind zunächst Kleintiere wie Vögel und Fledermäuse. Winzige, weniger als fünf Gramm leichte, an den Tieren angebrachte Sender - sogenannte Tags - sammeln Informationen über deren Wanderverhalten und funken sie zur ISS. Eingetragen in eine Datenbank sollen diese Informationen dabei helfen, Tiere zu schützen, unser Klima und die Ausbreitung von Krankheiten besser zu verstehen sowie nachhaltigere Landwirtschaft zu betreiben.

Bei ICARUS (International Cooperation for Animal Research Using Space) arbeiten das DLR Raumfahrtmanagement und die russische Raumfahrtagentur Roskosmos zusammen. Mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) entwickelt das Max-Planck-Institut für Ornithologie (MPIO) in Radolfzell ein neues System, um Tierwanderungen weltweit zu verfolgen. ICARUS setzt sich aus zwei Hauptbestandteilen zusammen: kleinen Tiersendern - den sogenannten Tags- und der Weltraumhardware (Antenne und On­Board­Computer). Mit einem Gewicht von weniger als 5 Gramm können sogar kleine Tierarten wie Singvögel mit diesen Sendern ausgestattet werden, ohne Einfluss auf deren Verhalten zu nehmen.

Am 14. Oktober 2017 und am 13. Februar 2018 wurden der On-­Board-Computer und die Antenne jeweils mit einem russischen Progress-­Frachter zur Raumstation gebracht. Während der Computer in der ISS untergebracht ist, werden voraussichtlich im August 2018 zwei Kosmonauten die Antenne außen am russischen Servicemodul Swesda anbringen. Auf der Erde sammeln die Tags Informationen über das Tierverhalten. Dafür speichern sie zum Beispiel GPS­, Beschleunigungs­- und Umweltdaten. Um Energie zu sparen und somit die Lebensdauer zu erhöhen, werden die Sende­ und die Empfangseinheit der Tags die meiste Zeit in einen Schlafmodus versetzt. Da in den kleinen Geräten auch die Daten der aktuellen ISS­-Umlaufbahn gespeichert sind, "wachen" sie erst bei einem Überflug der Raumstation auf. Dann senden sie ihre Daten zur Antenne im Orbit. Über den ICARUS­-Computer werden die Informationen dekodiert und zur russischen ISS­-Bodenstation weitergeleitet. Von dort werden sie in eine wissenschaftliche Datenbank eingespeist. Das hauptsächlich von deutschen KMUs entwickelte System wird präziser und zuverlässiger als alle bisherigen Systeme arbeiten.

Deutsche und russische Wissenschaftler versprechen sich von den Daten nicht nur neue Aussagen über die Lebensweise der Tiere, sondern erwarten davon auch Erkenntnisse zur Verbreitung von Seuchen (zum Beispiel Vogelgrippe, Ebola), zur Auswirkung des Klimawandels und zum Zusammenspiel von Tierwanderungen und der Nahrungssicherheit in kritischen Regionen.

Infokarte zum Experiment

  Infokarte zum Experiment ICARUS. Quelle: DLR.

 

Zuletzt geändert am:
25.09.2018 12:38:29 Uhr