Rosetta, MERLIN und Copernicus: Das DLR beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung

Montag, 29. August 2016

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    Blick auf die "Copernicus"-Erde im Bundesverkehrsministerium

    Das DLR informierte beim Tag der offenen Tür im Bundesverkehrsministerium die Besucher - das Foto zeigt Auszubildende des BMVI - am 27. und 28. August 2016 unter anderem über das neue europäische Erdbeobachtungsprogramm "Copernicus". Copernicus besteht aus sechs Satellitenfamilien, den sogenannten Sentinels ("Wächtern"), die die Erde und Atmosphäre erfassen und somit wichtige Daten zu Klimaschutz, nachhaltiger Entwicklung, humanitärer Hilfe, Ernährungssicherheit und zum Gesundheitszustand der Ozeane liefern. Ergänzt werden die Satellitendaten durch Messgeräte am Boden, in der Luft und in Gewässern.

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    Philae und Rosetta im Bundeswirtschaftsministerium

    Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zeigte das DLR unter anderem Ergebnisse der Kometenmission Rosetta. Anhand eines 3D-Modells des Kometen konnten die Besucher sich ein Bild von "Tschuri" machen - in Wirklichkeit ist der Komet vier Kilometer lang.

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    Gasausströmung mit hoher Geschwindigkeit

    Am 29. Juli 2015 nahm die OSIRIS-Kamera an Bord der Rosetta-Sonde diesen gewaltigen Jet - ein Gasausbruch, bei dem Kometenmaterial ins All geschleudert wird - aus 186 Kilometern Entfernung auf.

  • Berlin aufgenommen von Sentinel 1A

    Dieses Bild von Berlin ist vor einem Jahr, am 28. November 2014, vom ersten Erdbeobachtungssatelliten der Sentinel-Familie, Sentinel-1A, aufgenommen worden. Die Sentinel (Wächter)-Satelliten sind ein wesentlicher Teil des Copernicus-Programms der Europäischen Union und Basis für die Aufnahme und Lieferung umfassender, kontinuierlicher Erdbeobachtungsdaten für das Monitoring von Klima, Umwelt, Meeresoberflächen, Landwirtschaft, Schiffsverkehr, Krisen und Katastrophen.

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    Galileo-Satellit im Orbit

    Die künstlerische Darstellung zeigt einen Galileo-Satelliten im Orbit. Die ersten beiden Satelliten sind am 21. Oktober 2011 ins All gebracht worden. Am 11. September 2015 brechen nun die beiden Galileo-Satelliten 9 und 10 mit einer Sojus-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guyana) auf.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligte sich wieder am Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin. Am 27. und 28. August 2016 konnten die Besucher im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) noch einmal die Highlights der Kometenmission Rosetta Revue passieren lassen und Experten persönlich befragen. Zudem konnten sie sich über den deutsch-französischen Klimasatelliten MERLIN, der das klimaschädliche Methangas in der Erdatmosphäre beobachten soll, und den Raumfahrt-Wettbewerb INNOSpace-Masters informieren.

Im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stellten DLR-Mitarbeiter das zukünftige europäische Satellitennavigationssystem Galileo und das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus vor.

Galileo und Copernicus

Der Tag der offenen Tür der Bundesregierung steht in diesem Jahr unter dem Motto "Ein Tag für alle." Ein "Service für alle" soll das europäische Satellitennavigationssystem Galileo werden: Mit einer finalen Konstellation von 30 Satelliten, soll Galileo ab 2020 die Bürger Europas unabhängig vom amerikanischen GPS-Navigationssystem machen. Derzeit umfasst die Galileo-Flotte 14 Satelliten, am 17. November 2016 sollen vier weitere Satelliten an Bord einer europäischen Ariane-5-Trägerrakete ins All starten. Die am DLR in Oberpfaffenhofen angesiedelte Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen GfR ist mit ihrem Galileo-Kontrollzentrum für die Steuerung der Satelliten zuständig.

Wie gesund wird unsere Luft in den nächsten fünf Jahren sein? Wie sauber unsere Gewässer? Und wie stark wird der Regenwald noch schrumpfen? Um diese und ähnliche Fragen zu beantworten, hat die Europäische Kommission das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus ins Leben gerufen.

Copernicus besteht aus sechs Satellitenfamilien, den sogenannten Sentinels ("Wächtern"), die die Erde und Atmosphäre erfassen und somit wichtige Daten zu Klimaschutz, nachhaltiger Entwicklung, humanitärer Hilfe, Ernährungssicherheit und zum Gesundheitszustand der Ozeane liefern. Ergänzt werden die Satelliten-Daten durch Messgeräte am Boden, in der Luft und in Gewässern.

Den Betrieb der insgesamt 20 Umweltsatelliten übernehmen die europäische Weltraumagentur ESA und die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten, EUMETSAT. In Deutschland ist das BMVI federführend für Copernicus verantwortlich. Umgesetzt werden die deutschen Copernicus-Beiträge durch das DLR.

Rosetta, MERLIN und neue Raumfahrtideen

Der 12. November 2014 war ein Tag, an dem Raumfahrtgeschichte geschrieben wurde. Zum ersten Mal landete ein von Menschen gebautes Gerät auf einem Kometen. Es war der Landeroboter Philae der ESA-Mission Rosetta, der um 17:09 Uhr auf der Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, kurz "Tschuri", aufsetzte. Am 27. Juli 2016 wurde das System an Bord von Rosetta, über das mit Philae kommuniziert werden kann aus Energiespargründen ausgeschaltet, bevor am 30. September 2016 die Mission Rosetta zu Ende geht. Im BMWi zeigt das DLR noch einmal die Höhepunkte dieses einmaligen "Abenteuers", Wissenschaftler erklären anhand von Bildern und Messdaten die Bedeutung und den Nutzen dieser Mission für die Weltraumforschung.

Methan ist nach Kohlendioxid der zweitgrößte Beitrag zur anthropogenen, also von Menschen verursachten, Klimaerwärmung. Der weltweite Methangehalt stieg seit Beginn der Industrialisierung auf die doppelte atmosphärische Konzentration an - der Gehalt von Kohlendioxid "lediglich" um 30 Prozent. Der deutsch-französische Kleinsatellit MERLIN (Methane Remote Sensing LIDAR Mission) soll ab 2019 das Treibhausgas Methan in der Erdatmosphäre beobachten. Mit Hilfe eines LIDAR-Instruments wird MERLIN aus einer Höhe von rund 500 Kilometern das Treibhausgas in der Erdatmosphäre aufspüren und überwachen. Ziel der dreijährigen Mission ist unter anderem die Erstellung einer globalen Weltkarte der Methankonzentrationen. Außerdem soll die Mission Aufschluss darüber geben, in welchen Regionen der Erde Methan in die Atmosphäre eingebracht wird (Methanquellen) und in welchen Gebieten es ihr wieder entzogen wird (Methansenken).

Zudem wird am DLR-Stand im BMWI der neue Raumfahrtwettbewerb "INNOspace Masters" vorgestellt. Es geht hier um neue Ideen und Konzepte für die Raumfahrtindustrie. Der Wettbewerb wurde vom DLR im Auftrag des BMWI erstmals 2015/16 ausgerichtet und geht jetzt in eine zweite Runde.

Zuletzt geändert am:
29.08.2016 11:22:49 Uhr

Kontakte

 

Elisabeth Mittelbach
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement, Strategie und Kommunikation

Tel.: +49 228 447-385

Fax: +49 228 447-386
Miriam Poetter
Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR)

Politikbeziehungen und Kommunikation: Oberpfaffenhofen, Augsburg, Weilheim

Tel.: +49 8153 28-2297

Fax: +49 8153 28-1243