Ein Heft für Grundschulen mit vielen Anregungen für spannende Mitmach-Experimente, Schulwettbewerbe, ein Experiment für Maus-Zuschauer: Rund um die Mission von Alexander Gerst hatte das DLR eine ganze Vielzahl von Angeboten und Aktionen für Kinder und Jugendliche (und auch für Lehrerinnen und Lehrer) entwickelt. Hier haben Mädchen mit ganz einfachen Mitteln ein Modell der ISS nachgebaut. Bild: DLR/Timm Bourry
 

Alle Aktionen für Schulen!

Ein Heft für Grundschulen mit vielen Anregungen für spannende Mitmach-Experimente, Schulwettbewerbe, ein Experiment für Maus-Zuschauer: Rund um die Mission von Alexander Gerst hatte das DLR eine ganze Vielzahl von Angeboten und Aktionen für Kinder und Jugendliche (und auch für Lehrerinnen und Lehrer) entwickelt. Hier haben Mädchen mit ganz einfachen Mitteln ein Modell der ISS nachgebaut. Bild: DLR/Timm Bourry
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Der zweite Flug des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst zur Internationalen Raumstation ISS hat wieder viele Menschen begeistert – vor allem auch Kinder und Jugendliche. Daher hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wie beim ersten ISS-Aufenthalt von Gerst eine ganze Reihe von Aktionen und Angeboten speziell für Schülerinnen und Schüler (und auch für Lehrerinnen und Lehrer) entwickelt. Hier ein Überblick:

Flying Classroom Teil 2

Screenshot aus dem Seifenblasen-Video. Das auch wissenschaftlich interessante Experiment hatten sich Schülerinnen und Schüler ausgedacht. Da bei diesem Ideenwettbewerb nur „Zutaten“ aus einer Liste mit 42 Objekten zur Auswahl standen, hieß der Wettbewerb „Aktion 42“.  

Wie verhalten sich Seifenblasen in Schwerelosigkeit? Wenn es keine Schwerkraft gibt, die die Flüssigkeit nach unten zieht und dadurch oben immer dünner und dünner werden lässt – platzen Seifenblasen dann später als auf der Erde? Und wie fliegt wohl ein Papierflieger in Schwerelosigkeit? Das waren einige der Demo-Experimente, die Alex bei seiner ersten ISS-Mission durchgeführt hat – eigens für Kinder und Jugendliche, um ihnen die Physik in Schwerelosigkeit anhand leicht verständlicher Beispiele zu demonstrieren. Viele dieser Versuche hatten sogar mit der echten Forschung zu tun: Seifenblasen etwa mit künstlichen Schäumen, andere mit Strömungen in Flüssigkeiten. Das Seifenblasen-Experiment stammte aus unserem bundesweiten Schulwettbewerb „Aktion 42“, die übrigen Demo-Versuche hatten wir „Flying Classroom“ genannt. Bei „Horizons" folgte die zweite Ausgabe von Flying Classroom – wieder mit einer ganzen Reihe von einfachen Versuchen, die mit Bordmitteln ausgeführt wurden, zugleich aber interessante Effekte in Schwerelosigkeit zeigen. Die Videos gibt es hier.

Das Maus-Experiment im Weltall!

Alex ist Maus-Fan – und viele Maus-Zuschauer sind Alex-Fans ;-) Klar, dass wir uns daher für die Kinder wieder was ganz Besonderes ausgedacht haben!  

Die meisten Experimente – auch wenn es um einfache Versuche für Kinder geht – haben wir uns selbst ausgedacht. Da saßen wir mit unseren Fachleuten – Professoren, Doktoranden, Studentische Hilfskräfte – zusammen und überlegten, was Alex machen könnte, welche „Zutaten“ er an Bord vorfinden würde und welche Dinge vielleicht noch mit ins „Reisegepäck“ müssten. Ganz anders war es beim Maus-Experiment! Da hatten das DLR und der WDR alle Zuschauer der „Sendung mit der Maus“ eingeladen, sich selbst Gedanken zu machen und eine Experiment-Idee einzureichen. 

Das Heft für den schwerelosen Unterricht!

Ein Heft voller Mitmach-Experimente für den Schulunterricht – das haben wir extra für den Flug von Alex veröffentlicht. Lehrkräfte können es auch weiterhin gratis bestellen!  

Was? Schwereloser Unterricht? Na ja, nicht ganz. Aber fast! Auf über 100 Seiten haben wir in einem ganz besonderen Heft spannende Infos und Experiment-Vorschläge für den Unterricht zusammengestellt: vom Start übers Andocken an die ISS, das Leben und Arbeiten an Bord bis zur Rückkehr zur Erde. Eine ganze Raumfahrt-Mission – genau wie bei Alex – können Schülerinnen und Schüler hier nachspielen. Sie werden dabei anhand vieler Mitmach-Experimente selbst zu Forschern und Astronauten. Viele physikalische Effekte, aber auch Themen aus den Bereichen Biologie, Geografie und sogar Sport und Kunst kommen darin vor. Kurz gesagt: Jede Menge lernen, jede Menge Spaß haben – und dabei entdecken, wie aufregend Forschung und Technik sein können! Das Heft ist für die 3. bis 6. Klasse gedacht und kann gratis von Lehrkräften bestellt werden. Hier gibt es die Infos und Bestell-Adresse für Lehrerinnen und Lehrer. Übrigens: Alex kennt das Heft natürlich auch und hat sogar darin ein Grußwort geschrieben. Und weil er es so toll findet, hat er sogar ein Exemplar mit auf die Raumstation genommen. Dass das Unterrichtsmaterial auch in Schulen gut ankommt, zeigt die enorme Nachfrage der Lehrkräfte: Nach nur drei Monaten waren alle 5000 Hefte der ersten Auflage vergriffen und wir mussten schon eine Neuauflage drucken. Das Interesse freut uns riesig!

Lehrer-Workshops

Unsere Schülerlabore – die DLR_School_Labs – hatten schon bei der ersten Mission von Alexander Gerst zahlreiche Lehrer-Workshops durchgeführt. Und das Interesse der Lehrkräfte war riesig: Rund 500 Lehrerinnen und Lehrer besuchten die Veranstaltungen, die über ganz Deutschland verteilt an verschiedenen Orten stattfanden. Auch vor und während der neuen Gerst-Mission haben wir daher wieder solche Workshops angeboten. Unter anderem behandelten wir dabei auch das oben erwähnte Heft „Mit Astronauten ins Weltall“ und gingen dabei auch ganz praktisch einige ausgewählte Experimente durch. Hinzu kamen Fachvorträge zum Thema Schwerelosigkeits-Forschung, Besichtigungen und Hintergrundgespräche.

Die Raumfahrt-Show!

Die Raumfahrt-Show wurde in 20 Städten aufgeführt – vor insgesamt 25.000 Kindern! 

Yes! Wir sind auf Tour gegangen! Während Alex die Erde umkreiste, sind wir durch Schulen gezogen und oft in große Veranstaltungshallen gegangen. Und zwar mit einer Bühnenshow, die es in sich hatte! Auf der Leinwand gab es spannende Videos zu „Alex in space“! Dazu auf der Bühne lehrreiche und manchmal auch witzige Mitmach-Experimente. Dann wieder die neusten Infos von Bord der ISS! Ihr seht schon: Bei unserer Raumfahrt-Show kam keine Langeweile auf ;-) Hier ein ausführlicher Bericht

Die Zeitkapsel

Die Zeitkapsel enthält unter anderem einen Datenträger, auf dem die Wünsche von 8000 Schülerinnen und Schülern für die Zukunft gespeichert sind. 

Schickt uns eure Wünsche für die Zukunft! Dazu hatten wir Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland eingeladen. Und rund 8000 Kinder und Jugendliche – manche ganz jung, andere kurz vor dem Schulabschluss – haben uns geschrieben. Und das waren richtig tolle Beiträge! Genial und nochmal danke dafür! Alle diese Zukunftswünsche, die wir bis zum 30. Juni 2017 erhalten hatten, haben wir mit in die Zeitkapsel genommen (auf einem speziellen Datenträger gespeichert). Und die Zeitkapsel hat Alex mit auf seinen Flug um die Welt begleitet – 6 Monate lang und viele Millionen Kilometer weit! Nach der Rückkehr wird er sie dem Haus der Geschichte in Bonn übergeben, wo sie ausgestellt und verwahrt wird – unter einer Bedingung: Die Kapsel mit den Wünschen der jungen Generation von heute darf erst 50 Jahre später wieder geöffnet werden! Mal sehen, welche Wünsche bis dahin – hoffentlich – in Erfüllung gegangen sein werden! Wer bei der Wünsche-Aktion mitgemacht hat, ist hiermit schon mal auf jeden Fall zur feierlichen Kapsel-Öffnung im Jahr 2068 eingeladen! Kein Witz! Alex hat uns übrigens versprochen, dass er auch kommt ;-)

Schülerwettbewerb „Beschützer der Erde 2.0“

Schon bei der ersten Gerst-Mission im Jahr 2014 gab es den Schulwettbewerb „Beschützer der Erde“ (hier Lehrmaterialien). 2018 folgte die Fortsetzung! 

Zur zweiten ISS-Mission von Alexander Gerst hat das DLR-Raumfahrtmanagement einen Wettbewerb für Schüler weiterführender Schulen durchgeführt. Dabei konnten Klassen einen von vier Lebensräumen erforschen und ein Konzept zum Schutz der Lebensräume und Biodiversität entwickeln. Alexander Gerst ist Botschafter des Wettbewerbs. Für die Erforschung der Lebensräume standen Schülern aufbereitete satellitengestützte Erdbeobachtungsdaten zur Verfügung. Ebenso ließen sich durch Tierbeobachtungen Schlüsse auf den Zustand der Lebensräume ziehen. Mithilfe des Projekts ICARUS vom Max-Planck-Institut für Ornithologie können Vögel (und andere Tiere), die einen Mikro-Tag tragen, mit einer Antenne von der ISS aus virtuell beobachtet werden. Diese Daten über Tiermigration und Aufenthaltsorte der Tiere dienen als Indikator für Umweltveränderungen dienen.

Mission X

Für ihren Einsatz im All müssen Astronauten fit sein. Die Schulaktion „Mission X“ wirbt dafür, dass sich auch Kinder fit halten. Bild: NASA

Der Wettbewerb Mission X für Schülerinnen und Schüler von 8 bis 12 Jahren stand im Jahr 2018 ebenfalls im Zeichen der Gerst-Mission. Alex war sogar Schirmherr dieser Aktion, bei der Kinder verschiedene Aufgaben und Übungen umsetzen sollten – immer im Bezug zum Astronautentraining. Dabei ging es nicht nur um naturwissenschaftliche Themen. Auch Sport und Ernährung und damit ein gesunder Lebensstil waren Inhalt - und auch auf Teamarbeit und ein faires Miteinander kam es an. Infos zu Mission X findet ihr hier.

Multimedia von A bis Z

Unser Multimedia-Feature mit vielen Infos über Alex.  

Was hat Alex eigentlich studiert? Wo liegt Künzelsau? Und warum lag der Weltraumbahnhof Baikonur anfangs gar nicht in Baikonur? In unserem Multimedia-Feature „Mit Alex ins All“ erzählen wir mit Fotos, Videos und kurzen Texten spannende Geschichten rund um Alexander Gerst und seine Flüge in den Weltraum. Scrollt euch durch!

Funkkontakt mit Alex

Auch bei seiner zweiten Mission nahm sich Alexander Gerst trotz seines umfangreichen Bordprogramms zwischendurch mehrfach die Zeit für Funkkontakte mit Schülerinnen und Schüler. Mal waren das Funkverbindungen mit einzelnen Schulen, mal hat ein DLR-Schülerlabor Kinder und Jugendliche aus mehreren Schulen versammelt. Wie ein solcher Live-Funkkontakt aussieht, kann man hier nachverfolgen.