Raumfahrt in der Getränkedose

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des letzten CanSat-Finales in Bremen. Bild: DLR
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des letzten CanSat-Finales in Bremen. Bild: DLR
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Beim Deutschen CanSat-Wettbewerb 2018 haben Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren aus der ganzen Bundesrepublik die einmalige Möglichkeit, ihren eigenen Miniatursatelliten zu entwickeln und mit einer Rakete zu starten. Dem Gewinnerteam winkt eine Teilnahme am Europäischen CanSat-Wettbewerb 2019.

Der Deutsche CanSat-Wettbewerb (zu Deutsch „Dosensatellit“) findet 2018 zum fünften Mal statt. Zehn Schülerteams aus der ganzen Bundesrepublik haben knapp sieben Monate Zeit, ihren eigenen Satelliten mit den Maßen einer handelsüblichen Getränkedose zu entwickeln, zu bauen und zu testen. Der mit einem Mikrocontroller gesteuerte CanSat muss zwei Missionen erfüllen: Für alle Gruppen identisch ist die Primärmission. Sie besteht aus dem Messen von Luftdruck und Temperatur. Die Sekundärmission wird von den Schülerinnen und Schülern selbstständig entwickelt. Hierbei sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Darüber hinaus müssen sich die Teilnehmenden mit den wichtigen Bereichen Projektplanung, Finanzierung, Projektdokumentation und Öffentlichkeitsarbeit auseinandersetzen. Somit durchlaufen sie alle Bereiche einer wirklichen Raumfahrtmission. Bewertet werden die Gruppen von einer Jury bestehend aus Experten der Luft- und Raumfahrtbranche.

Startkampagne in der Raumfahrtstadt!

Der Höhepunkt des CanSat-Wettbewerbs ist die Startkampagne in der Raumfahrtstadt Bremen. 2018 findet sie vom 17. bis 21. September statt, unmittelbar vor dem weltweit wichtigsten Raumfahrtkongress, dem Internationalen Astronautischen Kongress (IAC), in der Hansestadt.

Im Rahmen der Startkampagne müssen die zehn Teams ihre Projekte der Jury präsentieren. Nach einer technischen Abnahme wird es dann ernst: Auf dem Flugplatz Rotenburg/Wümme werden die CanSats mit einer Rakete in eine Höhe von circa einem Kilometer gebracht und dort ausgesetzt. Während des Rückflugs am Fallschirm müssen die Miniatursatelliten ihre Missionen erfüllen und die gewonnenen Daten zu den Bodenstationen der Gruppen senden. Das Gewinnerteam bekommt die Chance, die Bundesrepublik bei dem von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA veranstalteten Europäischen CanSat-Wettbewerb 2019 zu vertreten.

Erfahrungen für das ganze Leben

Die Teilnahme am CanSat-Wettbewerb ist eine Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler: Sie müssen gemeinsam ein Großprojekt planen und durchführen. Auf ihrem Weg werden sie wie bei einer realen Raumfahrtmission auf vielfältigste Hindernisse stoßen, welche nur mit Teamgeist und Kreativität zu lösen sind. Dafür muss man kein „Technik-Nerd“ sein: Jeder kann sich einbringen und mit seinen Ideen zum Erfolg des Projektes beitragen. Die gewonnen Erfahrungen werden den Schülerinnen und Schülern auf ihrem weiteren Lebensweg mehr als hilfreich sein, sei es bei der Ausbildung, im Studium oder im Berufsleben.

Wer kann mitmachen?

Mitmachen können Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren. Die Teilnehmerzahl pro Gruppe liegt bei mindestens vier Personen sowie einem Betreuer. Eine Bewerbung ist ab dem 20.11.2017 möglich. Einsendeschluss ist der 12. Januar 2018. Aufgrund der Angaben im Bewerbungsformular werden dann zehn Teams ausgewählt, die in die Endrunde kommen und ihren eigenen Dosen-Satelliten bauen dürfen. Weitere Informationen sowie die Richtlinien und das Bewerbungsformular sind auf www.cansat.de zu finden.

Mitveranstalter, Förderer und Partner

Eine Vielzahl von Mitveranstaltern, Förderern und Partnern unterstützen den Wettbewerb, darunter (in alphabetischer Reihenfolge) ArianeGroup, Altimax Rocket Altimeter, Aviaspace Bremen, BerlinDruck GmbH & Co. KG, Bremen Airport, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), DLR Raumfahrtmanagement, DSI Aerospace Technologie GmbH (DSI), Europäische Union über den European Regional Development Fund, Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europaschule Schulzentrum Utbremen, Flugplatz Rotenburg (Wümme), Gymnasium Vegesack, Institut für Aerospace-Technologie (IAT) der Hochschule Bremen, Moskito Werbeagentur Szabó & Christiani oHG, Ökumenisches Gymnasium zu Bremen, OHB Bremen, SCHULZ Systemtechnik GmbH, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Senatorin für Kinder und Bildung, SILVER ATENA Electronic Systems Engineering GmbH, Spacebenefit e.V., Technisches Bildungszentrum Mitte, Watterott Electronics GmbH, Zentrum für Angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen.

Weitere Informationen und Rückfragen:

DLR_School_Lab, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Bremen

Dr. Dirk Stiefs

Tel: 0421 24420 1131

E-Mail: dirk.stiefs@dlr.de

Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)

Dr. Ertan Göklü

Tel: 0421 218-57944

E-Mail: ertan.goeklue@zarm.uni-bremen.de

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