Wie kann man den Luftverkehr klimafreundlicher machen? Das DLR und viele Partner arbeiten mit Hochdruck daran. Hier einige Projekte. Bild: DLR
 

Luftverkehr und Umwelt: ein wichtiges Forschungsthema!

Wie kann man den Luftverkehr klimafreundlicher machen? Das DLR und viele Partner arbeiten mit Hochdruck daran. Hier einige Projekte. Bild: DLR
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Um etwas gegen den Klimawandel zu tun, muss auch im Luftverkehr vieles verbessert werden. Und Forschungseinrichtungen wie das DLR arbeiten mit Hochdruck daran. Dazu gehören zahlreiche Projekte, von denen wir dir hier einige kurz vorstellen.

Zuerst mal ein paar Sätze zum Hintergrund, damit du dieses nicht ganz einfache Thema besser verstehst: Experten haben keinen Zweifel, dass der Mensch ganz entscheidend zum Klimawandel beiträgt. Vor allem durch Abgase – auch „Emissionen“ genannt. Und da vor allem durch Kohlenstoffdioxid, kurz CO2. Dieses Gas entsteht, wenn man Dinge verbrennt, die Kohlenstoff enthalten: zum Beispiel Kohle oder Öl oder Erdgas. Das geschieht in vielen großen Kraftwerken zur Stromerzeugung, aber auch zu Hause in Heizungen und in Automotoren und eben auch in Flugzeugtriebwerken. Insgesamt ist der Luftverkehr zwar nur für etwas mehr als 2 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich, die vom Menschen verursacht werden – deutlich weniger als Autos, Kraftwerke oder andere Faktoren. Aber die Abgase von Flugzeugen – zu denen neben dem CO2 auch andere Emissionen gehören – entstehen in großer Höhe, was die Atmosphäre besonders belastet. Und der Luftverkehr dürfte in den nächsten Jahren weiter zunehmen.

Kurz und gut: Höchste Zeit etwas zu tun. Wobei man hinzufügen muss: Es wurde auch schon in der Vergangenheit viel getan. Moderne Flugzeuge sind deutlich „sauberer“ als frühere Maschinen. Sie verbrauchen deutlich weniger Kerosin (so nennt man den bis heute üblichen Treibstoff von Flugzeugen), erzeugen weniger Abgase und fliegen – nebenbei bemerkt – auch deutlich leiser als alte Flugzeuge. Aber das genügt natürlich nicht. Wenn künftig immer mehr Flugzeuge durch die Luft fliegen, wäre es in einem ersten Schritt schon wichtig, dass dadurch die Menge an CO2 insgesamt nicht steigen würde. Das will man schon in den nächsten Jahren durch ein ganzes Maßnahmen-Paket erreichen. Und darüber hinaus ist es das Ziel, die CO2-Abgase und andere Emissionen immer weiter zu senken. Am Ende steht die Vision vom klimaneutralen Fliegen.

Wie will man das alles erreichen? Sicher nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch viele verschiedene Verbesserungen. Und um es gleich vorwegzunehmen: Es ist ein weiter Weg. Dazu gehören erstens neue Technologien wie etwa das sogenannte „elektrische Fliegen“, bei dem – ganz ähnlich wie bei Elektro-Autos – Brennstoffzellen oder Batterien eingesetzt werden. Zweitens will man viele Abläufe in der Luft und am Boden umweltfreundlicher gestalten. Klingt abstrakt, ist aber ganz konkret: Wenn man beispielsweise die Flugroute, die ein Flieger vom Start bis zur Landung nimmt, noch besser vorausberechnen kann und so Warteschleifen kurz vor der Landung verhindert, dann ist ein Flugzeug nicht so lange in der Luft und verbraucht auch weniger Treibstoff. Apropos Treibstoff: Drittens wird auch an alternativen Treibstoffen geforscht. Sie könnten anfangs dem heutigen Kerosin beigemischt werden und es später vielleicht auch ganz ersetzen. Und viertens gibt es da etwas, das Fachleute „regulative Maßnahmen“ nennen. Das ist eine komplizierte Sache, die aber ebenfalls ihre Wirkung haben kann. Um mal ein ganz einfaches Beispiel zu nehmen könnte das so funktionieren: Ein Flug erzeugt eine bestimmte Menge an CO2 – und zum Ausgleich müssen dafür Klimaschutzprojekte unterstützt werden, die genau so viel CO2 einsparen.

All diese Maßnahmen kann man allerdings nicht einfach mal so umsetzen. Noch sind die Batterien für größere Elektro-Flugzeuge viel zu schwer und man muss auch noch viele Sicherheitsfragen lösen. Für eine bessere Flugrouten-Planung muss man die Instrumente der Piloten und der Fluglotsen verbessern. Alternative Treibstoffe müssen erst sehr sorgfältig auf ihre Zuverlässigkeit getestet werden, bevor sie überhaupt eingesetzt werden dürfen – gerade in der Luftfahrt gelten da sehr strenge Sicherheitsvorschriften. Und die Sache mit den Klimaschutzprojekten, die zum Ausgleich bezahlt werden, klappt auch nur unter bestimmten Umständen – zum Beispiel wenn genügend Länder mitmachen.

Das war jetzt eine sehr knappe Zusammenfassung. Auf unseren Seiten zum wichtigen Thema „Luftverkehr und Umwelt“ findest du dazu weitere Infos.