Jugend-forscht-Beiträge zu vielen DLR-Themen

Die Bilder stehen symbolisch für einige der Arbeiten, mit denen sich Schülerinnen und Schüler beim diesjährigen Jugend-forscht-Wettbewerb beschäftigt haben. Bilder: DLR, NASA, ESA
Die Bilder stehen symbolisch für einige der Arbeiten, mit denen sich Schülerinnen und Schüler beim diesjährigen Jugend-forscht-Wettbewerb beschäftigt haben. Bilder: DLR, NASA, ESA
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Wow! Großes Kino! Wir sind total beeindruckt von den Beiträgen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am diesjährigen Bundeswettbewerb von Jugend forscht! Besonders freuen wir uns, dass sich viele Jungforscherinnen und -forscher mit Themen aus unserer DLR-Forschungswelt beschäftigt und dabei tolle Ergebnisse erzielt haben.

Das gilt zum Beispiel für Lukas Weghs, der für seine herausragende Arbeit über Monde sogenannter Exoplaneten sogar mit einem ersten Platz in der Rubrik Geo- und Raumwissenschaften und mehreren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde. Exoplaneten sind Planeten, die ferne Sterne umkreisen. Sie auf die gewaltige Distanz zu entdecken ist schon kompliziert genug. Aber hat ein solcher Planet auch Monde und wie kann man das herausfinden? Lukas schrieb ein selbstlernendes Programm für Hochleistungsrechner, das bei der Identifizierung solcher kleinen Himmelskörper helfen soll. Den DLR-Sonderpreis Robotik erhielt Loukas Kordos. Er entwickelte eine Software, die zweibeinigen Robotern ermöglichen soll, die Balance zu halten und dabei mit den geeigneten Elektromotoren gleichzeitig flott voranzukommen. Mit dem DLR-Sonderpreis Luft- und Raumfahrt wurde Lena Kahle ausgezeichnet. Sie entwarf ein Lebenserhaltungssystem für eine künftige Forschungsstation auf dem Mond – einschließlich Bioreaktoren, Luftfiltern, Brennstoffzellen und Solarmodulen. Das Konzept lässt auch viele interessante Schlussfolgerungen für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen bei irdischen Anwendungen zu. Finn Liebner gewann schließlich den DLR-Sonderpreis Informationstechnik. Er entwickelte ein Übertragungssystem, das Daten nicht wie üblich per Funk, sondern per Laser übermittelt, und konzentrierte sich dabei vor allem auf ein sicheres Verschlüsselungsverfahren.

Portrait von Britt Besch
Britt Besch entwickelte ein Verfahren zur Überwachung des „Gesundheitszustands“ von Pflanzen. Bild: Besch

Auch die Arbeit von Britt Besch ist ein schönes Beispiel dafür, wie aus einer ersten Idee ein erfolgreicher Wettbewerbsbeitrag werden kann. Bei einem Besuch im DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen hatte die Abiturientin ein Verfahren kennengelernt, mit dem sich aus dem Weltall der Gesundheitszustand der Vegetation messen lässt. Diese auf Satelliten eingesetzte Technik hat sie dann mit kostengünstigen Mitteln gewissermaßen auf die Erde geholt und die Daten durch Langzeitmessungen validiert. Die Ergebnisse sind sehr vielversprechend. Mit den von Britt entwickelten Kameras kann man aus der Ferne den Gesundheitszustand von Pflanzen bestimmen und die Daten dann etwa zur optimalen Bewässerung der Vegetation nutzen. Das Beispiel zeigt, wie ein Besuch im DLR_School_Lab die Inspiration für eigene Forschungsarbeiten geben kann. Britt Besch erhielt für ihre Arbeit den Sonderpreis der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.

 
 
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Die beiden Bilder zeigen in Falschfarben, wie sich die Vegetation von April (links) zu Mai (rechts) verändert hat. Bilder: Besch

Das DLR kooperiert seit vielen Jahren mit Jugend forscht. Dazu gehören nicht nur die oben erwähnten Sonderpreise, sondern zum Beispiel auch die DLR_Talent_School, zu der wir ausgewählte Teilnehmende des Bundeswettbewerbs einmal jährlich in unseren Standort Oberpfaffenhofen einladen. Wir freuen uns schon heute darauf, viele der jungen Forscherinnen und Forscher aus dem diesjährigen Finale persönlich kennenzulernen!