Commercial transport

Krumme Wege für krumme Dinger. Credit: scribblemaps/DLR
Krumme Wege für krumme Dinger. Credit: scribblemaps/DLR
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Bananen auf Weltreise

Wie kommt die Banane zu uns auf den Tisch? Und welche Auswirkungen hat das auf die Umwelt?

Wieso sehen Bananen am Ende ihrer langen Reise immer noch so frisch aus? Im DLR_School_Lab gibt´s die Antwort. Bild: CC0
Wieso sehen Bananen am Ende ihrer langen Reise immer noch so frisch aus? Im DLR_School_Lab gibt´s die Antwort. Bild: CC0

Viele Menschen wollen das ganze Jahr über nicht auf eine große Auswahl an frischem Obst und Gemüse verzichten. Deshalb werden viele Produkte aus anderen, teilweise weit entfernten Klimazonen zu uns gebracht. Doch immer öfter wird hinterfragt, welchen Weg die Lebensmittel mit welchen Folgen für die Umwelt zurückgelegt haben, bis sie bei uns auf dem Tisch landen. Die Logistik, die dafür sorgt, dass die Lebensmittel reif und frisch bei uns ankommen, und die möglichst genaue Bestimmung der Umweltbelastung durch die verwendeten Kombinationen verschiedener Transportmittel sind alles andere als einfach.

Der Transport von Produkten über Ländergrenzen hinweg spielt eine große Rolle in der Weltwirtschaft. Lebensmittel, wie die Banane, haben oft eine lange Reise hinter sich, bevor sie bei uns um die Ecke im Laden ankommen. Diesen Weg stellen die Nachwuchsforscher im DLR_School_Lab Berlin nach. Sie erfahren, wie es dank ausgeklügelter Planung funktioniert, dass Bananen in einem optimalen Reifezustand bei uns ankommen.

Im Experiment „Wirtschaftsverkehr“ überlegen sich die Schüler, welche Zwischenstationen einbezogen werden müssen und mit welchen Transportmitteln sie die Wege zurücklegen wollen. Mit der erstellten Transportkette können sie untersuchen, ob ihr gewählter Weg realistisch ist und welche Umweltbelastung er durch die CO2-Emissionen verursacht, die zum Treibhauseffekt beitragen. Abschließend  wird überlegt, ob und wie man die Transportkette im Hinblick auf eine möglichst geringe Umweltbelastung optimieren kann.

Doch ganz so einfach und eindeutig ist es leider (noch) nicht. Beispielsweise könnte es sein, dass im Sommer ein frischer Apfel aus Neuseeland eine bessere CO2-Bilanz aufweist, als ein eingelagerter Apfel aus der heimischen Ernte im letzten Herbst. Deshalb ist die Wissenschaft sehr an einer allgemein anerkannten und möglichst realistischen Berechnung der Emissionen von Transportketten im Wirtschaftsverkehr interessiert. Auch die Abteilung Wirtschaftsverkehr des Instituts für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt arbeitet fleißig daran. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die Klimaschädlichkeit von Transportketten in einer universellen Formel festzuhalten. Diese soll möglichst viele Bereiche einschließen und trotzdem global verstanden und verwendet werden können, um die momentan noch widersprüchlichen und komplizierten Emissions-Berechnungen zukünftig nach einheitlichen Regeln durchführen zu können.