Im Schneckentempo auf die Zielgerade
Der mehr als 1,3 Tonnen schwere und fünf Meter lange Satellit ist jetzt nur noch an sechs Punkten an seinem hinteren Ende im SHM befestigt und befindet sich während seines Transports in horizontaler Lage. Es ist leicht vorstellbar, dass hier große Kräfte wirken. Aber keine Angst, die Beschleunigungskräfte wurden schon bei TerraSAR-X genauestens gemessen - TDX kann das ab.
Wir kommen schließlich planmäßig an der Site 109 an. Die betankte Rakete steht dort im Silo bereit, und das SHM soll nun auf die Rakete montiert werden. Unsere Dnjepr-Rakete ist ja bekanntlich eine für die zivile Nutzung umgebaute, ehemalige SS-18 Interkontinentalrakete. Wegen der militärischen Geheimhaltung können wir diese Aktivitäten leider nicht in Augenschein nehmen. Aus dem gleichen Grund darf ich abermals hier im Blog keine Bilder vom Transport mit dem "Krokodil" zeigen, weil es offenbar auch noch bei aktiven Waffensystemen zum Einsatz kommt.
Wir haben die Gelegenheit genutzt, um im Bunker gleich neben dem Silo, einige Meter unter der Erde, einige Gerätschaften bereit zu stellen. Sie werden für ein letztes Laden der Satelliten-Batterien und dem Einschalten des Relais für die Stromversorgung benötigt. Dies wird erst Stunden vor dem Start geschehen.

Bild oben: Astrium-Kollegen beim Bereitstellen der Gerätschaften im Bunker, einige Meter unter der Erde. Hier ist es ungewohnt, aber angenehm kühl. Das Kabel, das hinter dem Tisch aus der Wand kommt, wird die einzige Verbindung zum TDX-Satelliten sein.
Bild unten: Die Treppe heraus aus dem Bunker, zurück zum Tageslicht und die Hitze der Steppe.
Bilder: DLR/Astrium
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