Große Medienresonanz für AIRforschen: AEROKURIER berichtet über unser Forschungsprojekt
Das DLR Institut für Datenwissenschaften freut sich über eine besondere Würdigung seiner Forschungsarbeit: Das Projekt AIRforschen wurde in einem ausführlichen Beitrag im AEROKURIER – eine der renommiertesten Fachzeitschriften für Allgemeine Luftfahrt im deutschsprachigen Raum – vorgestellt. Der Artikel beleuchtet die Mission, Luftfahrzeuge der Allgemeinen Luftfahrt (Motorflieger, Segelflieger und Ballone) als wertvolle Datenlieferanten für die Wetterbeobachtung einzubinden und damit Wettervorhersagen entscheidend zu verbessern.


Der Beitrag zeigt anschaulich, wie AIRforschen eine bislang kaum genutzte Datenquelle erschließt: Flugbewegungen der Allgemeinen Luftfahrt. Während meteorologische Daten heute überwiegend bodennah oder in großen Flughöhen erhoben werden, fehlen insbesondere Messdaten aus der atmosphärischen Grenzschicht – also genau dort, wo wetterrelevante Prozesse stattfinden. Und hier setzt AIRforschen an.
Im Rahmen des Projekts werden ultraleichte Sensorkits entwickelt, die sich unkompliziert an Luftfahrzeugen der Allgemeinen Luftfahrt anbringen lassen. Die Systeme erfassen Wetterdaten während des Fluges und übertragen diese anonymisiert über eine Smartphone-App an eine zentrale Plattform. Mithilfe moderner Methoden der Künstlichen Intelligenz und Datenanalyse werden die Messwerte verarbeitet, auf Anomalien geprüft und für Wettermodelle nutzbar gemacht.
Das Besondere an AIRforschen: Das Projekt bietet eine einzigartige Gelegenheit für Pilotinnen und Piloten der Allgemeinen Luftfahrt, wichtige Partner der Forschung zu werden. Durch ihre Flüge tragen sie direkt zur Verbesserung meteorologischer Modelle bei und profitieren gleichzeitig von den gesammelten Daten, die ihnen über die App zur Verfügung gestellt werden. Dieser Mehrwert ermöglicht es den Anwendern, ihre Flüge noch sicherer zu gestalten. Die App bietet eine Live-Darstellung einiger relevanter Daten wie der Windgeschwindigkeit und -richtung je Höhenschicht und zeigt als Thermikindikator Änderungen der Luftfeuchtigkeit an. Darüber hinaus können aus den gesammelten Daten direkt Vereisungswarnungen abgeleitet werden, was die Sicherheit der Flüge weiter erhöht.
Das DLR Institut für Datenwissenschaften bringt in diesem Projekt federführend seine Expertise im Bereich der Erschließung und Analyse von Daten aus der Luftfahrt ein. Neben der Projektleitung ist das Institut zuständig für die Bildung einer Nutzer-Community, die Koordinierung der App- und Website-Entwicklung sowie die Entwicklung der Software zur Anomaliedetektion und Komprimierung der Daten. Das DLR Institut für Fahrzeugkonzepte entwickelt die Sensorkits.
Im Projekt arbeiten wir mit wichtigen Partnern aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung zusammen: Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und der Q.met GmbH.
Die mediale Aufmerksamkeit durch den AEROKURIER unterstreicht die hohe Relevanz des Projekts – nicht nur für Luftfahrt und Verkehr, sondern auch für die Energieversorgung und die Sicherheit bei Extremwetterereignissen. Verbesserte Wetterdaten können künftig dazu beitragen, Verkehrsflüsse effizienter zu steuern, erneuerbare Energien besser zu planen und wetterbedingte Risiken frühzeitiger zu erkennen.
Und hier unser Aufruf: AIRforschen sucht weiterhin AIRforschende, die sich an diesem innovativen Forschungsprojekt beteiligen möchten. Ob Ballonfahrer, Segelflieger, Motorflieger oder Hubschrauber-Piloten - alle sind herzlich eingeladen, sich auf der offiziellen Projekteseite AIRforschen - Forschungsprojekt zu informieren, sich als Teil der Community zu registrieren und so an dieser spannenden Mission mitzuwirken.