Hainich - Projekt
Der Nationalpark Hainich bildet das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet des Landes. Seine naturnahen Wälder bilden ein bedeutendes Ökosystem, weshalb der Park 2011 ins UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen wurde. Allerdings sorgt die zunehmende Trockenheit zu einem erhöhtem Baumsterben in ganz Deutschland. Auch im Hainich kann seit einigen Jahren ein flächenhaftes Auftreten von abgestorbenen Baumkronen, schwacher Belaubung und verkümmerter Blattbildung beobachtet werden. Insbesondere die Dürrejahre 2018 und 2019 haben diese Entwicklung beschleunigt.

Das Hainich-Projekt setzt es sich deshalb zum Ziel, die Veränderungen der Vegetation im Nationalpark mit Hilfe von Consumerdrohnen-gestützten Methoden über Jahre zu beobachten und geeignete Produkte zur Analyse der Waldentwicklung zu erstellen. Dazu gehören unter anderem die Berechnung des Totholzanteils, das Monitoring von Baumlücken sowie die Beobachtung der Entwicklung von Baumkronen (Trockenstress etc.). Im Rahmen von gemeinsamen Aktivitäten sollen sich auch Nutzer an der Datenerzeugung beteiligen können, um zeitliche Veränderungen zu kartieren. Die Methoden sind auf andere Waldgebiete übertragbar und können die drohnenbasierte Digitalisierung der Forstwirtschaft voranbringen.
Ziele des Forschungsvorhabens:
- Weiterentwicklung der automatisierten jährlichen Kartierung der im Kronendach vorhandenen Lücken sowie der Kronen(projektionsflächen).
- Weiterentwicklung der automatisierten Kartierung von liegenden Bäumen basierend auf aktuellen Drohnenbilddaten des Waldbestandes.
- Entwicklung von automatischen Verfahren zur Baumartbestimmung
Laufzeit: 2025 - 2029
Fördermittelgeber: Nationalpark Hainich