26. Juli 2016

DFD-PAC operationell für Sentinel-3A und Sentinel-1A/1B

Die Alpen am 23.06.2016
Vorläufiges Bildprodukt aus der Sentinel-3A-Inbetriebnahmephase enthält modifizierte © Copernicus Sentinel Daten (2016), verarbeitet von ESA und DLR
Credit:

Copernicus Sentinel data (2016), processed by ESA and DLR

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Seit dem 25. Juli ist das "Processing and Archiving Center" (PAC) am DFD für drei der vier im Orbit befindlichen Sentinel-Satelliten operationell. Das PAC wird im Auftrag der ESA für die Europäische Kommission betrieben. Hier entstehen aus Satellitenrohdaten Bildprodukte, die im Deutschen Satellitendatenarchiv (D-SDA) des DFD archiviert und von hier aus weltweit Nutzern zur Verfügung gestellt werden.

Bereits drei Monate nach Launch werden die Daten von Sentinel-1B am DFD operationell prozessiert und archiviert. Auch bei Sentinel-3A konnte nach nur viereinhalb Monaten, am 1. Juli 2016, die operationelle Datenverarbeitung beginnen. Für den Copernicus-Satelliten Sentinel-1A, ist das PAC schon seit März 2015 im Routinebetrieb. Der Vollausbau des Sentinel-PAC wird voraussichtlich Ende 2017 erreicht, wenn nach dem Start des baugleichen Bruders von Sentinel-3A – Sentinel-3B – die Daten von vier Sentinels verarbeitet werden.

Heute werden aus den OLCI-Sensordaten von Sentinel-3A täglich über 1300 Produkte prozessiert und mehr als 400 GB Daten im Langzeitarchiv gespeichert. Bis zu 800 GB pro Tag werden künftig erwartet. Mit Sentinel-3B steigt das tägliche Datenvolumen dann auf bis zu 1,6 TB.

Ein Vielfaches davon liefern bereits die beiden Sentinel-1-Satelliten. Mehr als 6000 GB (6 TB) des Satelliten-Duos werden pro Tag prozessiert und archiviert. Ab Ende 2016 sollen dann zusätzlich über den Relaissatelliten EDRS-A Daten übertragen werden. Damit steigt die effektive Aufnahmekapazität der beiden Radar-Satelliten und die zu bewältigende Datenmenge auf bis zu 11000 GB (11 TB) täglich. Diese Datenmenge entspricht dem Speicherbedarf von ungefähr 1000 Kinofilmen in HD-Bildqualität.  Trotz dieses gewaltigen Datenaufkommens können über die PAC-Funktionalitäten hinaus Sentineldaten am DFD jederzeit re-prozessiert werden, um mit neuen Algorithmen wertvolle geotemporale Datensätze zu schaffen.

Die Sentinel-1B-Daten werden voraussichtlich im September von der ESA freigegeben, wenig später dann die Daten von Sentinel-3A. Über den Sentinel Scientific Data Hub sind derzeit die Daten von Sentinel-1A und Sentinel-2A für jeden registrierten Nutzer frei verfügbar. Ab Ende des Jahres werden diese – und weitere Sentinel-Daten – auch über das nationale Copernicus Datenportal CODE-DE verfügbar sein.

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