EOC-Mitarbeiter mit Bernd Rendel-Preis ausgezeichnet
Johannes Mast hat für seine Doktorarbeit den Bernd Rendel-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten.
Die Jury würdigt seinen interdisziplinären Ansatz, der eine Brücke zwischen geowissenschaftlichen Erdbeobachtungsdaten und sozioökonomischen Daten aus Social-Media-Kanälen und dem Internet schlägt. Konkret untersuchte Mast in seiner Arbeit, wie sich soziale Aspekte von Migration mithilfe öffentlicher Textdaten aus sozialen Medien und Nachrichtenartikeln erfassen lassen. Indem er Orts- und Mobilitätsinformationen mit den Inhalten von Beiträgen verknüpft, gelingt es ihm, physische Veränderungen der Landoberfläche in einen sozioökonomischen Kontext zu stellen. So zeigt sich etwa in vielen afrikanischen Städten, dass die Tweet-Dichte in neu entstandenen Stadtteilen deutlich geringer ist als in den etablierten Zentren – ein Hinweis auf digitale Ungleichheiten in urbanen Transformationsprozessen.
Die DFG verleiht den Bernd Rendel-Preis seit 2002 jährlich an noch nicht promovierte Absolventinnen und Absolventen der Geowissenschaften. Die Stiftung wurde von der Familie des jung verstorbenen Geologie-Studenten Bernd Rendel zu seiner Erinnerung gegründet.
