GRAZE
Kartierung der Ausdehnung und des Zustands von Grünland in Aserbaidschan

Die biologische Vielfalt des Südkaukasus ist von globaler Bedeutung, aber die große Artenvielfalt und das reibungslose Funktionieren der Ökosysteme sind bedroht. Vor allem die Grünlandgebiete Aserbaidschans stehen unter starkem anthropogenen Druck, einschließlich nicht nachhaltiger Bewirtschaftungspraktiken, Überweidung, Umwandlung von Land in Ackerland, Infrastrukturprojekten und Klimawandel. Die Ziele des aserbaidschanischen Landwirtschaftsministeriums und des IBiS-Programms der GIZ (Integriertes Biodiversitätsmanagement, Südkaukasus) sind daher, die weitere Degradierung des Grünlands aufzuhalten, Winter- und Sommerweiden sowie Heuwiesen zu erhalten und nachhaltig zu nutzen sowie die Produktivität dieser Flächen zu steigern.
Solide Daten über die Ausdehnung und den Zustand von Grünland sind eine Voraussetzung, um diese Ziele zu erreichen und den Entscheidungsprozess zu unterstützen, Strategien für die Weidebewirtschaftung zu entwickeln und das Verständnis für den tatsächlichen Zustand von Grünland zu verbessern. Daher umfassen die Aktivitäten im Rahmen des GRAZE-Projekts Feldkampagnen zur Sammlung von In-situ-Daten, die Entwicklung eines Ansatzes zur Abgrenzung und Klassifizierung von Grünlandflächen und die Schätzung des Zustands und der Produktivität von Grünland in ganz Aserbaidschan. Auf der Grundlage historischer (Landsat) und aktueller multitemporaler Satellitenbilder (Sentinels) wird der Degradationsstatus von Grünlandflächen bewertet.
Das GRAZE-Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem IBiS-Programm der GIZ in Baku, dem aserbaidschanischen Landwirtschaftsministerium und dem E.C.O.-Institut in Klagenfurt durchgeführt. Es wird von der GIZ finanziert.