25. Juli 2026 | WCCM in München

Digitale Zwillinge für resilientere Infrastrukturen

Mit insgesamt zwölf Mitarbeitenden aus drei Abteilungen war unser Institut bei der WCCM/ECCOMAS 2026 in München vertreten.

Beim WCCM/ECCOMAS 2026 in München zeigte das DLR-Institut mit zwei Minisymposia, wie Digitale Zwillinge Infrastrukturen vor Katastrophen und Angriffen schützen können.

Mehr als 5000 Teilnehmende besuchten vom 19. bis 24. Juli 2026 den 17th World Congress on Computational Mechanics (WCCM) in Kombination mit dem 10th European Congress on Computational Methods in Applied Sciences and Engineering (ECCOMAS) in München. Bei einer der weltweit größten Veranstaltung im Bereich der computergestützten Mechanik und numerischen Simulationen war auch das DLR-Institut für den Schutz terrestrischer Infrastrukturen mit zwölf Mitarbeitenden aus drei Abteilungen vertreten. Alexander Popp, Leiter der Abteilung Simulationsmethoden für Digitale Zwillinge, war einer der Hauptorganisatoren der Veranstaltung.

Der inhaltliche Fokus des Instituts lag auf dem Thema der Digitalen Zwillinge. Im Rahmen des Programms organisierten Mitarbeitende zwei spezifische Minisymposia: Das von Max von Danwitz mitorganisierte Fachforum „Digital Twins for infrastructures – from models to decision support“ befasste sich mit der Verknüpfung von physikalischen Modellen, Sensordaten und maschinellem Lernen. Ziel ist es, die Resilienz langlebiger Systeme wie Brücken, Straßennetze oder Energiesysteme zu untersuchen.

Tobias Koch organisierte das Minisymposium „Towards agent-based Digital Twins for disaster management“, das sich mit der Simulation menschlichen Verhaltens in Krisensituationen befasste. Diskutiert wurde der Einsatz agentenbasierter Modelle und Echtzeitdaten zur Optimierung von Evakuierungsplänen bei Pandemien, Sabotageakten, Netzwerkausfällen oder chemischen Gefahren.

Die Konferenzthemen verdeutlichten, dass der Schutz von Infrastrukturen Ansätze aus verschiedenen Fachbereichen erfordert. Dazu gehören die Strömungs- und Strukturmechanik, die Datenassimilation sowie das Hochleistungsrechnen (Supercomputing). Das Institut nutzte die Konferenz zur Vorstellung aktueller Forschungsansätze im Kontext von Naturkatastrophen, technischem Versagen und gezielten Angriffen sowie zum Ausbau internationaler Kooperationen.

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Alexander Popp

Abteilungsleiter
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für den Schutz terrestrischer Infrastrukturen
Simulationsmethoden für Digitale Zwillinge
Rathausallee 12, 53757 Sankt Augustin