Ozonloch 2026 eines der größten seit Jahren
Das Ozonloch von 2025 war so klein wie selten zuvor, wie die WMO vor wenigen Wochen im „ozon bulletin“ festgestellt hat. Die Erholung des Ozonlochs ist tatsächlich ein großer Erfolg des Montrealer Abkommens. Allerdings zeigt die aktuelle Ozonlochsaison 2026 ein ganz anderes Bild. Dieses Jahr ist das Ozonloch eines der größten seit vielen Jahren.

Ozonloch 2026 eines der größten seit Jahren
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Die Messungen mit dem Instrument TROPOMI auf dem ESA-Satelliten Sentinel-5P zeigen für 2026 ein sehr großes Ozonloch von bis zu 27 Millionen km² (20.9.2026). Was zunächst alarmierend wirkt, hat jedoch seine Ursache in meteorologischen Rahmenbedingungen, wie der Größe des Vortex und den Temperaturen über der Antarktis. Diese können jährlich großen Schwankungen unterliegen. Und so zeigen die Auswertungen der Daten durch das Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS), dass der Gesamtozonverlust nicht so groß ist, wie zu befürchten wäre. Die Ozonwerte im Ozonloch fallen nicht allzu niedrig aus.
Die Entwicklung der Ozonschicht wird am Institut für Methodik der Fernerkundung des DLR seit 1995 beobachtet. Das Ozonloch ist ein jährlich wiederkehrendes Ereignis. Es beginnt im Süd-Frühjahr mit dem ersten Sonnenlicht am Rand der Antarktis (Ende Juli bis Mitte August) und endet in der Regel Anfang Dezember. Um diese Zeit bricht der Polare Vortex (ein Kreiswind rund um die Antarktis) zusammen und wärmere und ozon-reichere Luft aus den mittleren Breiten mischt sich mit den polaren Luftmassen und löst das Ozonloch auf. Verursacht wird der Ozonabbau hauptsächlich durch die von der Menschheit über viele Jahrzehnte in die Atmosphäre eingebrachten, klimaschädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), die vor allem als Treib- und Kühlmittel eingesetzt wurden.