MOSAIK – Multimodale Daten und KI-Analysen für Interdisziplinäre Lagebilder im Katastrophenmanagement

In Deutschland, Österreich und weltweit sind wir zunehmend von komplexen Krisenlagen betroffen, die schnelles und zielgerichtetes Handeln erfordern. Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Hilfsorganisationen, das Militär, Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie Akteure aus Wirtschaft und Industrie müssen daher eine effektive Vorsorge treffen, um Schadens- und Krisenfälle zu bewältigen. Eine professionelle Lagebewältigung basiert auf präzisen Informationen über Art, Ausmaß und Zusammenhänge sicherheitsrelevanter Ereignisse.
Ziel des deutsch-österreichischen Verbundprojekts MOSAIK ist es multimodale Datenquellen (Satelliten- und Drohnenbilder, Soziale Medien, etc.) unter Verwendung neuester Methoden aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz zu analysieren und zu fusionieren, um eine echtzeitnahe Darstellung komplexer Lagesituationen auf verschiedenen Maßstabsebenen zu ermöglichen. Dadurch soll ein wichtiger Beitrag zur Etablierung eines digitalen länderübergreifenden Lagebildes geleistet werden und den Einsatzkräften eine schnellere, verbesserte und zielorientierte Einsatzplanung und Ersthilfe ermöglicht werden.
Das von BMFTR und FFG geförderte deutsch-österreichische Forschungsprojekt ist im Januar 2026 gestartet und bringt Wissenschaftspartner (DLR, IT:U), Unternehmen (Eifert Systems GmbH, Spatial Services GmbH) und Bedarfsträger (BRK, ÖRK, Johanniter) in einem Verbund zusammen.
Das DLR übernimmt den Aufbau eines Geodatendienstes für ein satellitengestütztes Hochwassermonitoring in Deutschland und Österreich. Zusätzlich werden Methoden der schnellen Krisenkartierung mit Fernerkundungsdaten sowie neuartige Visualisierungs- und Bereitstellungskonzepte für Lageinformationen erforscht und praxisnah erprobt.
