Zwei Nobelpreise für eine Frau

Marie Curie
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Marie Curie (1867-1934) stammte aus Warschau, der heutigen Hauptstadt von Polen. Sie war gerade mal 15 Jahre alt, als sie ihr Abi machte – als Klassenbeste. Danach wollte sie studieren. Aber das war damals in ihrer Heimat – man glaubt es kaum – für Frauen verboten. Also zog sie nach Paris um. Dort studierte sie an der Sorbonne, einer der führenden Universitäten der Welt, Physik und Mathematik. Berühmt wurde sie durch die Erforschung der Radioaktivität. Das ist eine Strahlung, die von manchen Materialien ausgeht. Vereinfacht gesagt verwandelt sich dabei ein chemisches Element in ein anderes Element. Dabei geben die Atome – also die kleinen Teilchen, aus denen alles besteht – die radioaktive Strahlung ab. Marie Curie entdeckte zusammen mit ihrem Mann mehrere solcher radioaktiven Elemente, die vorher noch gar nicht bekannt waren.

Für ihre Forschung erhielt sie sogar zwei Mal den Nobelpreis, die höchste wissenschaftliche Auszeichnung – und zwar in Physik und Chemie. Ihre Arbeit hat enorm viel dazu beigetragen, dass wir die Welt der kleinsten Teilchen besser verstehen. Und das muss man selbst dann, wenn es um die ganz großen Fragen des Universums geht. Denn Sterne, Planeten und alles andere besteht ja aus diesen kleinen Teilchen. Wenn man wissen will, was im Inneren eines Sterns wie der Sonne passiert oder wie alt die Erde oder der Mond sind, muss man eben auch diese Vorgänge kennen, die mit Radioaktivität zu tun haben.