Was wissen wir heute über den Mars?
Das war jetzt vielleicht etwas kompliziert mit den ganzen Instrumenten und Analysen. Fassen wir den heutigen Stand der Forschung nochmal leicht verständlich zusammen:
Offenbar gab es auf dem Mars früher einmal Wasser. Es strömte dem Gefälle folgend in Flüssen bergab, sammelte sich in Kratern und bildete dort Seen. Im Norden entstand vielleicht sogar ein größerer Ozean. Ob nur in kurzen Zeiträumen oder über lange Perioden – das ist nicht geklärt. Wohin das Wasser verschwunden ist, ist ebenfalls Gegenstand der aktuellen Diskussion: Ein Teil ist ins All entwichen; aber es gibt auch heute noch Wassereis an den Mars-Polen und mit Sicherheit auch dauerhaft tiefgefroren im sogenannten „Permafrost“ unter der Oberfläche. Bisher haben Rover nur an den oberen Schichten des Bodens „gekratzt“. Für die Zukunft sind auch Missionen angedacht, die gezielt Mars-Gestein zur Erde zurückbringen. Perseverance wird jedenfalls einige Bodenproben einsammeln und bereitlegen, damit sie in mehreren Jahren durch eine andere Mars-Mission abgeholt und zur Erde gebracht werden. Es mag auch sein, dass wir das große Rätsel um Leben auf dem Mars erst lösen können, wenn Menschen sich an Ort und Stelle selbst umsehen. Denn so gut robotische Fahrzeuge und Geräte auch funktionieren mögen – den Menschen ersetzen können sie kaum. Ein NASA-Forscher wurde einmal gefragt, wie lange Astronauten für all das gebraucht hätten, was ein Rover wie Opportunity in mehr als zehn Jahren an Erkenntnissen zusammengetragen hat. Seine Antwort: „Ein paar Tage.“
Zur Geschichte der Mars-Forschung gibt es auch ein interessantes NASA-Video:

50 Jahre Erforschung des Mars
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NASA Jet Propulsion Laboratory