Wie Kreisklasse und Bundesliga

Wir haben dir jetzt erklärt, wie eine Wärmepumpe funktioniert. Natürlich werden da keine Kühlschränke in die Fenster gestellt. Aber es gibt Wärmepumpen, die man von außen als größeren Kasten an einer Hauswand erkennt. Das sind allerdings die „normalen“ Wärmepumpen, wie man sie bei normalen Häusern verwendet. Wenn das in einer Fabrik funktionieren soll, wo höhere Temperaturen gebraucht werden, sind viel größere Anlagen nötig. Und da wird‘s echt kompliziert. So eine Hochtemperatur-Wärmepumpe ist eine andere Sache als die Geräte an einer Hauswand. Das ist ein Unterschied wie … na ja, wie beim Fußball zwischen Bundesliga und Kreisklasse. Wobei wir nichts gegen die Kreisklasse gesagt haben wollen – auch da wird prima gekickt! ;-) Jedenfalls: Im DLR werden solche leistungsstarken Anlagen für die Industrie entwickelt. Das sieht dann wie auf diesem Foto aus – und da ahnst du vielleicht schon, dass viel Wissen und Können nötig sind, um so etwas zu konstruieren und immer weiter an Verbesserungen zu arbeiten.

Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe im DLR in Cottbus
An diesem DLR-Standort werden solche Anlagen entwickelt.

Und damit sind wir am Schluss angekommen. Du hast vielleicht bemerkt: Ob man Kohlekraftwerke in umweltfreundliche Kraftwerke verwandeln will oder so komplizierte Anlagen wie die Hochtemperatur-Wärmepumpe baut: Das alles dient dem Ziel, den Klimawandel in den Griff zu bekommen. Ganz stoppen kann man ihn nicht, aber man kann mit dieser modernen Technik dafür sorgen, dass er nicht immer schlimmer wird. Dafür muss man logischerweise diese ganzen technischen Dinge verstehen und sich sehr gut damit auskennen. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im DLR und in Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen arbeiten daran. Viele von ihnen haben Ingenieurwissenschaften oder Physik oder Chemie studiert. Und die meisten haben auch schon in der Schule in solchen Fächern gut aufgepasst – denn sonst klappt das mit dem Studium nicht. Was wir dir damit sagen wollen? Wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn du das auch machen würdest. Denn die Forschung muss ja weitergehen. Und dafür brauchen wir junge Leute, die in fünf oder zehn oder 15 Jahren da weitermachen. Also: Überleg mal, ob das nicht auch etwas für dich wäre! Es sind superspannende Berufe, bei denen man ständig Neues lernt und mit vielen Leuten im Team zusammenarbeitet, die alle dasselbe wollen: etwas Gutes für die Umwelt und für unsere Zukunft tun. Und dieses Gefühl ist im Berufsleben auch eine wichtige Sache. Denn da weißt du jeden Tag, wofür du arbeitest.