Das Technologiezentrum Drohnensicherheit

Drohnen verändern grundlegend die Art und Weise, wie sich nationale Sicherheitslagen und Konflikte ausgestalten. Die Entwicklungszyklen verkürzen sich signifikant. Neue Systeme entstehen teilweise ad-hoc im Einsatzgebiet oder im hoheitlichen Aufgabenbereich. Aus dieser Dynamik ergeben sich inhaltliche und zeitliche Herausforderungen. Das Erarbeiten von Lösungen erfordert ein direktes Zusammenwirken von Forschung, Industrie und der Anwenderseite, zu der in erster Linie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben gehören. Ein besonders wichtiger Aspekt ist der Einsatz von Drohnen in sicherheitssensitivem Kontext sowie die effektive Abwehr von Bedrohungen durch Drohnen. Dabei müssen anhand der tatsächlichen Einsatzbedarfe Technologien, Produkte und Verfahren für heutige sowie zukünftige Bedrohungslagen entwickelt werden. Um eine derartige Lösungsfindung effektiv zu gestalten, bedarf es eines systemischen Ansatzes.
Das DLR verfügt rund um unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) über eine einzigartige Kombination aus interdisziplinärem Know-how und Kompetenzen auf der technologischen sowie auf der Gesamt-Systemebene. Diese ist eng verbunden mit bereits bestehenden Forschungs- und Testinfrastrukturen, von denen viele in Europa einmalig sind. Dadurch ist das DLR in der Lage, im Bereich Drohnensicherheit eine maßgebliche Wirkung zu erzielen und die nötigen schnellen Erfolge für die Industrie und Bedarfsträger zu realisieren.
Hier setzt das Technologiezentrum Drohnensicherheit im DLR an. Durch holistische Forschung und bedarfsgerechte Fähigkeitsentwicklung übernimmt es eine Beschleunigungs- und Unterstützungsfunktion für die Behörden und die Industrie, um Sicherheit in dynamischen Zeiten zu gewährleisten. Die Arbeiten des Technologiezentrums stehen dabei nicht für sich alleine. Sie sind in die Aktivitäten des Gemeinsamen Drohnenabwehrzentrums (GDAZ) eingebunden, um eine bestmögliche Ausrichtung auf die bestehenden Bedarfe zu gewährleisten.
Das Technologiezentrum Drohnensicherheit agiert in diesem Kontext übergeordnet in der Unterstützung und Beschleunigung der Entwicklung, Reifung und Integration sowie der Operationalisierung von Technologien und Verfahren im Bereich der sicherheitsrelevanten Aspekte des Drohnenbetriebs. Die Zusammenarbeit mit Industrie - von Start-ups über kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis Original Equipment Manufacturer (OEM) - und Behörden mit Sicherheitsaufgaben bildet dabei einen Kern.