Methode Fokusgruppen-Diskussion
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Fokusgruppen-Diskussionen sind eine qualitative Forschungsmethode in Form einer moderierten, thematisch fokussierten Gruppendiskussion, bei der eine gezielt zusammengestellte Gruppe von Teilnehmenden ihre Wahrnehmungen, Einschätzungen und Erfahrungen zu einem klar definierten Thema austauscht. Im Unterschied zu offenen Gruppendiskussionen, bei denen der Gesprächsverlauf weitgehend den Teilnehmenden überlassen bleibt, sind Fokusgruppendiskussionen auf ein konkretes Erkenntnisinteresse ausgerichtet. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt bewusst in Bezug auf dieses Thema.
Die Zusammensetzung der Gruppe kann dabei homogen (zum Beispiel ähnliche Merkmale, Rollen oder Erfahrungen) oder heterogen (zum Beispiel unterschiedliche Hintergründe oder Perspektiven) erfolgen. Homogene Gruppen fördern häufig einen offenen Austausch, da sich die Teilnehmenden auf Augenhöhe begegnen und ähnliche Erfahrungen teilen. Heterogene Gruppen ermöglichen hingegen den Vergleich unterschiedlicher Sichtweisen und machen Aushandlungsprozesse zwischen verschiedenen Perspektiven sichtbar.
Ziel der Fokusgruppen-Diskussion ist es, ein vertieftes Verständnis eines spezifischen Themas zu erlangen, indem qualitative, kontextreiche Daten in Form von Beschreibungen, Erklärungen und Argumentationen der Teilnehmenden erhoben werden. Im Gegensatz zu Gruppendiskussionen oder Gruppeninterviews, bei denen häufig Meinungsabfragen oder Entscheidungsprozesse im Vordergrund stehen, zielt die Fokusgruppendiskussion nicht auf Konsens, sondern auf die Erfassung der Vielfalt an Perspektiven, Interaktionen und sozialen Aushandlungsprozessen.
