Methode Living-Labs
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Ein Urban Living Lab (ULL) ist ein methodologischer Ansatz, in dem ein realer Experimentierraum in der Stadt oder auf dem Land geschaffen wird, in dem mit verschiedenen Interessengruppen, Bürger/innen und Praxisakteuren zusammenarbeiten. Ziel ist es, innovative und umfassende verkehrliche oder städtebauliche Lösungen zu entwickeln und in einer realen Umgebung auszutesten (Phase Planung und Implementierung) und zu evaluieren (Phase Evaluation), bevor sie in großem Maßstab repliziert werden. Dabei muss das LivingLab mit weiteren Methoden kombiniert werden, um zum Beispiel die Erfahrungen der betroffenen Personen zu erfassen oder den Einfluss des LivingLabs auf die Umwelt zu messen.
LivingLabs sind in der Vorbereitung und Durchführung sehr zeitaufwändig, da sie meist in einem transdisziplinären Team umgesetzt werden und weitreichende Abstimmungen bedürfen (zum Beispiel rechtlich, verwaltungstechnisch, partizipativ). Dies erfordert auch ein großes Teamin der langfristigen Durchführung.
Das Hauptziel der Urban Living Labs besteht darin, einen gemeinschaftlichen Raum zu schaffen, in dem Wissen gesammelt, innovative Technologien, Mobilitätskonzepte und Lösungen entwickelt und erprobt sowie verkehrliche beziehungsweise städtebauliche Maßnahmen vor Ort ausgetestet werden. In diesen Labs werden Lernprozesse gefördert, die den Austausch von Wissen zwischen den Teilnehmenden und Praxisakteuren befördern und darauf abzielt, durch Erfahrungen an konkreten Orten wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Entwicklungen zu gewinnen und für verschiedene städtische Kontexte angepasst und skaliert werden.
