13. März 2026

PLATO in der Weltraumsimulationskammer

Der PLATO-Satellit befindet sich derzeit in der Kammer des Large Space Simulator (LSS) der ESA, der größten Weltraumsimulationskammer in Europa. Die Tür, die die Kammer verschließt, wird sich erst Ende März wieder öffnen, wenn die Tests unter Weltraumbedingungen durchgeführt worden sind.

PLATO in der Weltraumsimulationskammer der ESA
Blick von oben in die geöffnete Simulationskammer mit dem PLATO-Satellit und seinen 26 Kamers, deren Linsen blau glänzen. Die Large-Space-Simulation-Kammer (LSS) ist ein zylindrischer Behälter, 15 m hoch und 10 m breit. Nach dem Schließen des Behälters können hier Druck, Temperatur und Einstrahlung im Weltraum simuliert werden.
Credit:

ESA

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Am 18. Februar 2026 wurde PLATO in die Simulationskammer gebracht, und seit Anfang März wird der Satellit unter extremen Bedingungen, ähnlich wie sie im Weltraums sind, getestet. Dieses Foto zeigt den Satelliten in der Mitte der Simulatorkammer, kurz bevor seine Tür hermetisch verschlossen wurde.

Das Bild wurde von der oberen Öffnung des LSS aus aufgenommen und gibt einen direkten Blick auf die 26 hochempfindlichen Kameras. Dies sind die "Augen", mit denen PLATO mehr als 150 000 helle Sterne gleichzeitig beobachten wird, um nach erdgroßen Planeten zu suchen, die sonnenähnliche Sterne umkreisen.

Die Mission soll bis Ende des Jahres startbereit sein. Der Start mit einer Ariane 6 ist von Arianespace für Januar 2027 geplant.

Vor dem Start eines Satelliten ist es jedoch unbedingt erforderlich, ihn zu testen und alle seine Funktionen in einer weltraumähnlichen Umgebung zu überprüfen. Genau das ist mit der Simulationskammer LSS möglich.

Der LSS ist ein zylindrischer Behälter mit einer Höhe von 15 m und einer Breite von 10 m und damit Europas größte Kryovakuumkammer. Ausgestattet mit einer Hochleistungspumpe erreicht die Kammer einen Druck, der eine Milliarde Mal niedriger ist als die Atmosphäre auf Meereshöhe, während flüssiger Stickstoff, der um das Gehäuse zirkuliert, die tiefen Temperaturen des Weltraums simuliert.

Durch leistungsstarke Heizelemente, die in einem Gitter angeordnet sind (sogenannten „Calrods“), wird die Wärme der Sonne imitiert, sodass die Rückseite des Satelliten – mit Sonnenkollektoren und Sonnenschutz – eine Temperatur von 160 °C erreicht. Gleichzeitig werden die Kameras und die optische Bank, die dem dunklen, kalten Teil der Kammer zugewandt sind, dank des Sonnenschutzes und der hervorragenden Isolierung bei etwa –80 °C gehalten, so als befände sich der Satellit im Weltraum.

Ende März wird PLATO wieder aus dem Weltraumsimulator herausgeholt.