Simulation und Messung von Signaturen
Die Entwicklung von numerischen Modellen zur mono- und bistatischen Streuung an elektrisch großen Objekten unter Berücksichtigung von fortschrittlichen Materialien ist weiterhin eine Hauptaufgabe, da diese die Basis für hochwertige Radarsignatursimulationen und von großer Bedeutung für die Radarfernerkundungsaktivitäten des DLR sind.
Die numerischen Modelle, die in der Fachgruppe mit hoher Kontinuität entwickelt werden, sind von Hochfrequenz-Näherungsmethoden wie der PO (Physikalische Optik), PTD (Physikalische Beugungstheorie) und SBR (Strahlabschussverfahren) abgeleitet. Diese Verfahren, die wiederum auf der geometrischen Optik basieren, bieten eine analytische Streufeldbeschreibung und erfordern nicht die Auswertung extrem großer Gleichungssysteme. Die Genauigkeit dieser Methoden steigt mit zunehmender Frequenz, so dass sich deren Anwendungsgebiet sehr gut zu dem der exakten Verfahren ergänzt. Auch ermöglichen sie die Berücksichtigung von Streueffekten, die von neuartigen Oberflächenmaterialien verursacht werden.
Zur Validierung der Simulationsergebnisse werden RCS-Messungen (Radarrückstreuquerschnitt) mit einem bistatischen Messaufbau für W-Band-Frequenzen in einer Absorbermesskammer durchgeführt.