Wissenschaftliche Ziele der Mission CHEOPS

Künstlerische Darstellung Planetensystems um den Stern LHS 1903
Der äußerste Planet, der diesen Zwergstern umkreist, wurde mit CHEOPS entdeckt. Entgegen der Erwartung – Gesteinsplaneten nahe dem Stern, Gasriesen außen – ist hier Anordnung auf den Kopf gestellt. Möglicherweise entwickelte sich dieser Planet deutlich später als seine Geschwister und daher weniger Material zur Verfügung hatte.
Credit:

ESA/ATG Europe; CC BY-SA 3.0 IGO

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CHEOPS – CHaracterising ExOPlanet Satellite – wurde speziell für die Charakterisierung bereits bekannter Exoplaneten entwickelt. Das ist der Unterschied zu Exoplanetenmissionen wie CoRoT oder Kepler, die in einem großen Gesichtsfeld viele Tausend Sterne gleichzeitig beobachteten.

CHEOPS benutzt aber auch die Transitmethode und misst mit ultrapräziser Fotometrie einzelne helle Sterne mit bekannten Planeten.

Überwiegend sind diese Planeten kleine Gesteinsplaneten mit einigen Erdradien aus der Gruppe der  Supererden oder der Mini-Neptune. CHEOPS kann Planetenradien mit einer hohen Genauigkeit bestimmen, bis zu ~1 % wurde erreicht. Dadurch war und ist es möglich auch neue Planeten in bekannten Planetensystemen zu finden.

Die durch CHEOPS genau charakterisierten Planeten, stellen geeignete Ziele dar für zukünftige Weltraummissionen, mit denen man die Planetenatmosphären spektroskopisch untersuchen kann.

Exoplaneten mit der Transitmethode entdecken
Transitereignisse ereignen sich immer dann, wenn ein Planet vor seinem Stern vorbeizieht und ihn dadurch – aus der Perspektive des Beobachters – ein wenig abdunkelt. Aus der Helligkeitsabnahme, der Transittiefe, kann man den Planetenradius ableiten, vorausgesetzt man kennt den Sternradius.