Kampfmittelreste im Meer

WATERSIDE

Überblick über die verschiedenen Themenbereiche in WATERSIDE.

Das Projekt Waterside thematisiert die Identifizierung und Bergung von Altlasten in Nord- und Ostsee. Verschiedene Institute des DLR decken dabei den kompletten Prozess von der Detektion von Altlasten mittels diverser Sensoren auf autonomen Unterwasserfahrzeugen über die Bereitstellung von Daten identifizierter Fundstellen in einem maritimem Lagebild bis zur Bergung mittels ferngesteuerter Systeme ab. Das Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik untersucht hier die Möglichkeit der Identifizierung von potentieller Altlasten anhand der Vermessung des Schwerefeldes, der so genannten Gravimetrie.

Der Vorteil der Gravimetrie ist, dass sie unabhängig von der Sichtweite unter Wasser und einer möglichen Bedeckung durch Sedimente die Kampfmittelreste anhand der Dichtevariation zum umgebenden Meeresboden entdecken kann. Zusätzlich ist möglich die Gesamtmasse und -ausdehnung einer lokalisierten Fundstelle zu ermitteln, um festzustellen wie viel Munition sich unterhalb der obersten sichtbaren Schicht befindet. Dafür werden typische Fundstellen in Simulationen nachgestellt, um den Einsatz von Gravimetern auf autonomen Unterwasserfahrzeugen zu untersuchen. Im Mittelpunkt steht die automatisierte Kartierung des Schwerefeldes am Meeresboden und die sich daraus ergebenden Anforderungen an den Sensor in einer dynamischen Umgebung und den Sensorträger, z.B. in der Bestimmung von Position, Geschwindigkeit und Orientierung. Anhand der zu erwartenden Signalstärke und der Umgebungseinflüsse wird der Einsatz klassischer Gravimeter und die Entwicklung quantenbasierter Gravimeter für diesen Anwendungsfall bewertet.

Beteiligte Abteilungen

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Kontakt

Prof. Dr. Matthias Weigelt

Leitung Satellitengeodäsie und geodätische Modellierung
Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik
Satellitengeodäsie und geodätische Modellierung
Callinstrasse 30b, 30167 Hannover