PLATO am DLR in Berlin-Adlershof

Flugmodell des Elektronikmoduls für die "schnellen" Kameras
Flugmodell des Elektronikmoduls für die „schnellen“ Kameras; die CCD-Arrays befinden sich auf der Oberseite des Moduls, die Anschlüsse für die Datenübertragung und die Stromversorgung auf der Unterseite
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Management und Wissenschaft

Das PLATO-Missionskonsortium (PMC) am DLR-Standort hat gemeinsam mit der ESA und den beteiligten Partnern die Gesamtleitung des Konsortiums. Das Team war gemeinsam mit der ESA für die Konzeption der Mission und der Nutzlast verantwortlich.

Das Institut für Weltraumforschung leitet das Team, das die Gesamtleistung des PLATO-Projekts während der verschiedenen Missionsphasen demonstriert und überprüft und dabei eine enge Verbindung zwischen der Missions- und Nutzlastentwicklung und den Aktivitäten der Bodensektion sicherstellt. Wir am Institut leiten außerdem das Team, das für die Kalibrierung und den Betrieb der Instrumente zuständig ist. Unsere Wissenschaftler sind verantwortlich für die Definition der Tools zur Planetensuche und Planetencharakterisierung unter Nutzung der wissenschaftlichen Daten. Unser Ziel ist es, den wissenschaftlichen Ertrag und die Informationsgewinnung aus zukünftigen photometrischen Zeitreihen von PLATO zu maximieren.

Hardware und Software

Das Team am Institut für Weltraumforschung – ehemals Institut für Planetenforschung und Institut für Optische Systeme – hat die Frontend-Elektronik (FEE)  der beiden „schnellen“ Kameras (fast cameras) entwickelt und realisiert. Die „schnellen“ Kameras werden für die Feinausrichtung des Satelliten und die präzise Messung sehr heller Sterne benötigt. Der Algorithmus des Feinausrichtungssystems (FGS) kommt  im Regelkreis zwischen den „schnellen“ Kameras und dem Lageregelungssystem des Satelliten zum Einsatz und wurde ebenfalls vollständig vom DLR in Berlin entwickelt.

Dies ist Teil der Gesamtverantwortung für das Management, die Entwicklung, die Erprobung und die Validierung des gesamten Datenverarbeitungssystems (DPS) an Bord von PLATO.

Schließlich sind wir als Counterparts unserer ESA-Kollegen auch für das System-Engineering der Nutzlast für das wissenschaftliche Konsortium verantwortlich. Dazu gehörten u. a.  die Festlegung der Designanforderungen für die Nutzlast (sowohl für die Kameras als auch für das DPS) in den frühen Projektphasen sowie in jüngerer Zeit die Validierungs- und Verifizierungspläne und -aktivitäten.

Gemeinsam mit anderen Teams des Konsortiums haben wir an der Vorbereitung und der Durchführung der Thermal-Vakuum-Kampagne der Kameras teilgenommen und zur Auswertung der Kameratests sowie zur Analyse der Kalibrierungsdaten beigetragen. Ein sehr entscheidender Punkt ist die Auswertung des ungleichmäßigen Verhaltens der CCD-Pixel, denn die bestimmt die genaue Ausrichtung des Satelliten und die photometrische Qualität der Daten.

Testaufbau der Datenprozessierungskette
Testaufbau der Datenprozessierungskette (DPU, Data Processing Unit) beim DLR am Standort Berlin-Adlershof
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