Digitale Zwillinge für integrale Fahrzeugsicherheit
Digitale Zwillinge sind für Fahrzeugsicherheitsanalysen essentiell, um die Sicherheit von Passagieren bzw. vulnerable Gruppen, wie Fußgänger, bewerten zu können. Das Institut entwickelt komplexe Crashmodelle innovativer Fahrzeugkonzepte, um die Fragestellungen der Sicherheit zukünftiger autonomer Fahrzeuggenerationen analysieren und Verbesserungsvorschläge erarbeiten zu können.
Zukünftige Fahrzeugkonzepte, insbesondere autonome Shuttles, stellen völlig neue Anforderungen an die Crashsicherheit. Aufgrund ihres stark abweichenden Designs müssen Energieabsorptionsmechanismen neu gedacht und strukturell integriert werden. Zudem ist die Positionierung der Insassen in solchen Fahrzeugen nicht mehr eindeutig definiert, wodurch ein erweitertes Verständnis für Rückhaltesysteme und deren Schutzwirkung bei sogenannten „Out-of-Position“-Szenarien erforderlich wird. Hinzu kommen veränderte Beschleunigungslasten, die bei einem Crash auf die Insassen wirken und neue Anforderungen an Sicherheitsfeatures stellen. Auch für verletzliche Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Radfahrer ergeben sich Herausforderungen, da die Frontgestaltung autonomer Fahrzeuge vom konventionellen Design abweicht.
Um diese komplexen Anforderungen zu adressieren, entwickelt das Institut für Fahrzeugkonzepte digitale Crashmodelle zukünftiger Fahrzeugtypen – von Scootern und Rollstühlen bis hin zu großen autonomen Shuttles. Diese digitalen Zwillinge ermöglichen realitätsnahe Crashtests und dienen als Entwicklungsplattform für innovative Sicherheitssysteme. Durch den Einsatz detaillierter Menschmodelle können vielfältige Crashrisiken untersucht und das Potenzial neuer Technologien für eine sichere Mobilität der Zukunft aufgezeigt werden.
