5. Februar 2026

DLR beteiligt sich an neuen SESAR-Projekten

Stärkung von Europas digitalem Luftraum
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SESAR Joint Undertaking

  • DLR beteiligt sich an 19 von 42 neuen SESAR-Projekten zur Weiterentwicklung des digitalen europäischen Luftraums.
  • Vier Projekte unter DLR-Leitung stärken Sicherheit, Nachhaltigkeit und Innovation im Luftverkehr.

Das SESAR Joint Undertaking hat 42 neue Forschungs- und Innovationsprojekte angekündigt. Diese zielen darauf ab, den europäischen Luftraum digital, sicherer, nachhaltiger und wettbewerbsfähiger zu machen. Die Projekte wurden aus einem Pool von Bewerbern im Rahmen von zwei Forschungsaufrufen ausgewählt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Gründungsmitglied der SESAR-3-JU-Partnerschaft, wird an 19 dieser Projekte beteiligt sein. Dies unterstreicht die starke Position des DLR in der europäischen Luftfahrtforschung.Die neuen SESAR-Projekte repräsentieren ein Gesamtinvestitionsvolumen von etwas mehr als 350 Millionen Euro durch die Europäische Union und die Luftfahrtindustrie.

Im Rahmen des Aufrufs zum Digital European Sky konzentrieren sich diese Projekte auf zentrale Wegbereiter für das zukünftige Flugverkehrsmanagement, darunter Automatisierung, innovative Luftmobilität, Plattformen der nächsten Generation sowie Luft-Boden-Konnektivität.

Die nun bekannt gegebenen Entscheidungen des SESAR Joint Undertaking bestätigen die hohe Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der Beiträge des DLR im SESAR-3-Programm. Ein bedeutender Anteil der eingereichten Vorschläge wurde ausgewählt, was die Rolle des DLR als verlässlicher Partner und Innovationstreiber auf europäischer Ebene unterstreicht. DLR-Institute werden an 14 von 25 Projekten der industriellen Forschung sowie an 5 von 17 Projekten der explorativen Forschung beteiligt sein. Diese decken ein breites Themenspektrum ab, darunter Operationen im oberen Luftraum, zukünftige Flughafenabläufe, die Klimawirkung von Kondensstreifen sowie innovative Luftmobilität.

Vier dieser Projekte werden vom DLR geleitet:

  • Das Projekt GARDA verbessert die Widerstandsfähigkeit von Kommunikations-, Navigations- und Überwachungssystemen (CNS), indem Doppelfrequenz-Multikonstellations-Satellitensysteme genutzt werden, um Störungen wie Jamming und Spoofing zu mindern und sichere sowie effiziente Flugoperationen zu unterstützen.
  • Das Projekt DYN-MAX entwickelt Lösungen für optimale Sinkflüge, die Kraftstoffverbrauch, Emissionen und Lärm durch verbesserte Funktionen von Flugmanagementsystemen sowie Werkzeuge und Verfahren der Flugsicherung reduzieren.
  • Das Projekt EHRA zielt darauf ab, eine validierte, regulatorisch einsetzbare Methodik zur Bewertung der Mensch-Automatisierungs-Interaktion in hochautomatisierten zivilen und militärischen Flugverkehrsmanagementsystemen bereitzustellen.
  • Das Projekt MEDUSA entwickelt einen modellbasierten Rahmen, um sicherzustellen, dass KI-Systeme in sicherheitskritischen Anwendungen von Anfang an sicher, geschützt und transparent sind und den Anforderungen der EASA entsprechen.

Diese Ergebnisse unterstreichen das langjährige Engagement des DLR für kooperative Forschung in Europa. Gemeinsam mit seinen Partnern treibt das DLR weiterhin ein sichereres, effizienteres und nachhaltigeres Flugverkehrsmanagementsystem voran und gestaltet aktiv die Zukunft des digitalen europäischen Luftraums.

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Kontakt

Dr.-Ing. Helmut Többen

Abteilungsleiter Geschäftsstelle und AT-One
Institut für Flugführung
Geschäftsstelle und AT-One
Lilienthalplatz 7, 38108 Braunschweig