KI-gestützte Automatisierung und Flexibilität für die Flugsicherung

Smarte Luftfahrt

Personalmangel, steigende Verkehrsnachfrage, klimabedingte Einschränkungen und zunehmende betriebliche Komplexität bringen die europäische Flugsicherung an ihre Grenzen. Auf der kommenden Airspace World 2026 präsentiert das DLR innovative wissenschaftliche Lösungen für eine KI-basierte, hochautomatisierte und flexible Flugsicherung. Besuchen Sie den DLR-Stand H1-E20 und entdecken Sie neueste Forschungsergebnisse aus drei Schlüsselbereichen, die den intelligenten Luftraum der Zukunft prägen werden!

Digital Controller

Mit dem Digital Interactive Radar Controller (DIRC) demonstriert das DLR einen virtuellen Partner, der Fluglotsen aktiv unterstützt und den Betrieb mit nur einem Lotsen ermöglicht. Validierungsübungen mit europäischen Fluglotsen zeigten, dass Verkehrsaufkommen von bis zu 125 % der deklarierten Sektorkapazität sicher und effizient bewältigt werden können.

Flexible Controller-Zulassungen

Die Verkehrsströme werden aufgrund geopolitischer Ereignisse und sich rasch ändernder Nachfragemuster immer dynamischer. Das im SESAR-Projekt IFAV3 entwickelte, kompetenzbasierte Zulassungskonzept des DLR ermöglicht eine größere Flexibilität beim Einsatz von Fluglotsen über Sektoren hinweg, ohne die Sicherheit oder das Situationsbewusstsein zu beeinträchtigen.

Automatisierte Vorfeldsteuerung

Wie lassen sich Bodenemissionen beim Schleppen von Flugzeugen zur Startbahn reduzieren, ohne die Betriebseffizienz zu beeinträchtigen? Die Forschungen des DLR zur automatisierten Vorfeldsteuerung zeigen, wie durch eine intelligente zeitliche Abstimmung von Rückstoß, Triebwerksstart und Rollvorgängen die Emissionen deutlich gesenkt werden können. In Simulationen erzielten die entwickelten Lösungen Einsparungen von mehr als 30 %.


Kontakt

Dr.-Ing. Sebastian Schier-Morgenthal

Abteilungsleiter Lotsenassistenz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Flugführung
Lotsenassistenz
Lilienthalplatz 7, 38108 Braunschweig