RESCUE • Robuste Energieversorgung mit Brennstoffzellen bei Naturkatastrophen
Im Projekt RESCUE entsteht ein modulares Brennstoffzellensystem, das kritische Infrastruktur bei Naturkatastrophen zuverlässig mit Energie versorgt
RESCUE • Robuste Energieversorgung mit Brennstoffzellen bei Naturkatastrophen
Das RESCUE-System
Containerbasiertes Hochtemperatur-PEM-Brennstoffzellensystem mit einer zuverlässigen Leistung von 50 kW und Dual-Fuel-Fähigkeit für den Betrieb mit Methanol oder Wasserstoff.
Das Brennstoffzellensystem läuft wahlweise mit 100 % Wasserstoff oder 100 % Methanol. Durch den flexiblen Betrieb mit Wasserstoff oder Methanol soll das System auch unter anspruchsvollen Bedingungen eine resiliente Energieversorgung sicherstellen. Das System liefert eine kontinuierliche elektrische Leistung von 50 kW und erreicht eine Spitzenleistung von bis zu 100 kW – auch unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig und leistungsstark.
Hochtemperatur-PEM-Technologie
Im Mittelpunkt des Systems steht die Hochtemperatur-Polymerelektrolytmembran-Technologie (HT-PEM), die bei etwa 160 °C arbeitet. Die erhöhte Betriebstemperatur vereinfacht das Wassermanagement, erleichtert die Wärmeabfuhr und ermöglicht die direkte Nutzung von Reformatgasen – das macht das System effizienter und widerstandsfähiger.
Integriertes Brennstoffzellenmodul
Im Rahmen des Projekts soll ein vollständig integriertes Brennstoffzellenmodul mit Brennstofftanks entwickelt werden, die mit Wasserstoff oder mit Methanol betankt werden können. Anforderungen an die Sicherheit sowie an die Transportzertifizierung werden während des gesamten Entwicklungsprozesses berücksichtigt.
Erprobung unter realen Bedingungen
Zur Validierung der Systemleistung durchläuft das RESCUE-System eine Demonstrationsphase unter realen Einsatzbedingungen, einschließlich Netzintegration und definierter Lastprofile. Dazu ist mindestens 2.000 Stunden Vor-Ort-Erprobung bei einer Zivilschutzorganisation vorgesehen; anschließend bewertet das Projektteam die Leistungsfähigkeit des Systems umfassend.
Projektziel: Autonome Stromversorgung bei Naturkatastrophen
Das Projekt RESCUE entwickelt und demonstriert ein robustes, modulares und flexibles Brennstoffzellensystem für die zuverlässige und autonome Stromversorgung kritischer Infrastruktur bei Naturkatastrophen und anderen Notlagen.
Unsere Aufgaben im Projekt RESCUE
Das DLR-Institut für Technische Thermodynamik koordiniert das Projekt RESCUE - als Hauptansprechpartner für das Clean Hydrogen JU, die Europäische Kommission und das Konsortium, erstellt die Projektberichte, verwaltet die vertraglichen Rahmenbedingungen und kontrolliert Deliverables, Meilensteine und Finanzflüsse.
Die Langzeitbeständigkeit der HT PEM Brennstoffzellen Komponenten (MEA und Bipolarplatten) wird in Einzelzellen unter definierten Testbedingungen mit verschiedenen Gasgemischen geprüft, um die Toleranz dieser Technologie gegenüber verschiedensten Gaskontaminanten und somit dessen Flexibilität gegenüber diversen Energieträgern nachzuweisen. Zusätzlich werden nach dem Betrieb am DLR umfassende chemisch-physikalische sowie bildgebende Analysen ausgewählter Komponenten für ein tiefes Stabilitätsverständnis durchgeführt.
Darüber hinaus verantwortet das Institut die Öffentlichkeitsarbeit, verfasst wissenschaftliche Veröffentlichungen und dokumentiert die Dissemination- und Exploitation-Aktivitäten. Weiterhin wurde der wissenschaftliche Workshop „HiPEM-TECH2026“ vom DLR-Institut für Technische Thermodynamik in enger Zusammenarbeit mit dem Projekt RESCUE organisiert.
Projekt
RESCUE (Reliable and Efficient Dual Fuel System for Civil Protection During Natural Disasters Using HT-PEM Technology)
Laufzeit
1.1.2025 - 31.12.2028
Projektbeteiligte
DLR Institut für Technische Thermodynamik
DLR Institut für Vernetzte Energiesysteme
ADVENT Technologies S.A.
The Centre for Research and Technology Hellas (CERTH)
Technical University of Denmark (DTU)
PROACT
Technisches Hilfswerk (THW)
Förderung
Projekt RESCUE mit der Fördersnummer 101192169. Das Projekt wird vom Clean Hydrogen Partnership und ihren Mitgliedern unterstützt. Kofinanziert durch die Europäische Union.