Pre-Normative Research on Hydrogen Releases Assessment
Credit:
EU, Clean Hydrogen Partnership
Wasserstoff gilt als industrieller Rohstoff sowie als wichtiger Energieträger für die Umgestaltung unserer Energiesysteme. Mit einer großflächigen Nutzung können jedoch technisch bedingte Wasserstoff-Freisetzungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbunden sein – etwa durch Gasabblasen, Druckentlastung oder diffuse Emissionen. Obwohl Wasserstoff selbst nicht direkt als Treibhausgas wirkt, kann er in der Atmosphäre Reaktionen auslösen, die unter anderem die Verweilzeit von Methan verlängern sowie die Bildung von Ozon und Wasserdampf erhöhen. Das von der Clean Hydrogen Partnership geförderte Forschungsprojekt NHyRA adressiert deshalb das Kernproblem, dass Menge, Ursachen und Quantifizierung von freigesetzten sowie zukünftigen Wasserstoff-Emissionen bislang mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind und bestehende Normen oder Protokolle bislang keine präzise Bewertung erlauben.
Forschungsprojekt NHyRA
Laufzeit
Januar 2024 bis Dezember 2026
Förderung durch
Clean Hydrogen Partnership (Grant Agreement No 101137770) / Unterstützt durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe der Europäischen Union, Hydrogen Europe und Hydrogen Europe Research
Projektbeteiligte
DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme
ENGIE SA
Snam S.p.A
Universität Bologna (Alma Mater Studiorum – Università Di Bologna)
Italienische nationale Agentur für neue Technologien, Energie und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung (Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l'energia e lo sviluppo economico sostenibile)
Nuovo Pignone Tecnologie Srl – Baker Hughes
Enagás Transporte SA
Polnisches staatliches Forschungsinstitut für Erdöl und Gas (Instytut Nafty i Gazu – Państwowy Instytut Badawczy)
GERG – Le Groupe européen de recherches gazières (Europäische Gasforschungsorganisation)
Fondazione Bruno Kessler (Forschungsstiftung Bruno Kessler)
NPL Management Ltd
University of Surrey
Linde GmbH
Equinor ENERGY AS
Im Gesamtprojekt werden potenzielle Wasserstofffreisetzungen untersucht und bewertet. Ziel ist es, anthropogene Freisetzungstypen für mittelfristige (bis 2030) und langfristige Entwicklungen (bis 2050) zu erstellen und zu quantifizieren. Darauf aufbauend sollen zentrale Komponenten der Wertschöpfungskette nach ihrer geschätzten Freisetzung eingeordnet und mögliche Minderungsstrategien definiert werden. Außerdem entwickelt und validiert NHyRA geeignete Methodologien, Testmethoden, Protokolle sowie Simulations- und Prognosemodelle. Ergänzend werden Messtechnologien zur Detektion und Quantifizierung von Wasserstoff-Freisetzungen untersucht und Empfehlungen für Normen und technische Spezifikationen formuliert.
Das Institut für Vernetzte Energiesysteme befasst sich im Projekt zunächst damit, kritische Elemente der Wasserstoff-Wertschöpfungskette zu identifizieren und diese Daten zu Wasserstoff-Emissionen standardisiert zu sammeln und bereitzustellen. Im weiteren Projektverlauf geht es darum, mittels einer Methodik zur Hochrechnung von Emissionsdaten sowie eines Simulationstools potenzielle Wasserstoff-Freisetzungen entlang der gesamten H2-Wertschöpfungskette zu quantifizieren und wirksame Minderungsstrategien abzuleiten.
Unsere Kernthemen und Handlungsfelder mit Bezug zum Projekt NHyRA: