Forschungsprojekt IKTres

Entwicklung präventiver und kurativer Maßnahmen zur Kompensation von SMGW-Störungen und Ausfällen

Die Gestaltung unseres Energiesystems auf Basis erneuerbarer Energien führt zunehmend zu dezentraler, fluktuierender Erzeugung und steigendem elektrischen Bedarf in den Niederspannungsnetzen. Damit kommt einer verlässlichen, multidirektionalen Kommunikationsinfrastruktur eine besondere Bedeutung zu – vorrangig über SmartMeter-Gateways im intelligenten Messsystem, zur Steuerung von Flexibilitätsangeboten und zur Gewährleistung des Systemgleichgewichts. Angesichts wachsender Anzahl und Nutzung dieser Schnittstellen gilt es, deren Funktionalität und Robustheit für den zukünftigen Netz- und Systembetrieb kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu überprüfen. Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, nimmt das Projekt IKTres diese Herausforderung auf. Es will effektive Prävention, Kompensation oder Abschwächung von Fehlerauswirkungen durch Kommunikationsstörungen und -ausfälle in Niederspannungs-Verteilnetzen ermöglichen.

Forschungsprojekt IKTres

 

Laufzeit

Mai 2026 bis April 2029

Förderung durch

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektbeteiligte

  • DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme
  • OFFIS e. V. – Institut für Informatik
  • GridData GmbH
  • Power Plus Communications AG
  • Mainzer Netze GmbH
  • Technische Universität Braunschweig – elenia Institut für Hochspannungstechnik und Energiesysteme

Im Fokus von IKTres steht dabei die lokale Identifikation und Abschätzung potenzieller Fehlerquellen und ihrer Auswirkungen. Durch die Entwicklung von Maßnahmen zur Fehler-Identifizierung, intelligenten Betriebsführungsstrategien und Kompensationsmaßnahmen an Einzelanlagen oder Heimenergiemanagementsystemen (HEMS) soll deren Einfluss auf das Verteilnetz minimiert werden. Neben der Analyse des Netzbetriebs wird auch der Einfluss auf den Endkunden untersucht. Dies soll die Resilienz kritischer Infrastrukturen von elektrischen Energieversorgungssystemen verbessern und die Robustheit des Netzbetriebs stärken.

Das Institut für Vernetzte Energiesysteme ist im Projekt IKTres maßgeblich an der Identifikation kritischer Situationen in Niederspannungsnetzen beteiligt. Hierbei wird auf der Grundlage bestehender Zukunftsszenarien gearbeitet. Anschließend werden spezifische Kennzahlen zur Beurteilung der Szenarien definiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung einer Methode zur Übertragung der identifizierten Störsituationen in die Simulationsumgebung. Nach Simulation dieser Situationen werden Strategien zur Kompensation der Auswirkungen dieser Störsituationen für bestimmte Anlagetypen, wie beispielsweise Wallboxen, entwickelt. Schließlich erfolgt die Bewertung dieser Maßnahmen bezüglich ihrer Auswirkungen auf die Stabilität des Verteilnetzes und der durch SmartMeter-Gateways ermöglichten Kommunikation. Dabei wird stets ein ausgewogener Kompromiss zwischen stabilem Netzbetrieb und minimaler Beeinträchtigung der Endkunden angestrebt.

Kontakt

Flexibilitäten und Systemdienstleistungen

Forschungsgruppe
Institut für Vernetzte Energiesysteme