Experiment GraSCha: Wie verhalten sich Granulate in Schwerelosigkeit?
Experiment GraSCha: Wie verhalten sich Granulate in Schwerelosigkeit?
Ziel des GraSCha-Experiments ist es, Erkenntnisse über die innere Struktur von Granulatpackungen zu erhalten. Das Experiment besteht aus einem Kasten, der mit kleinen Glaskugeln gefüllt ist. Eine Wand der Probenzelle kann bewegt und so der Druck auf die Glaskugeln eingestellt werden. Abhängig vom Druck bildet sich eine unterschiedlich lose oder dichte Kugelpackung aus. Die Forschenden geben Schallsignale auf die unterschiedlich dichten Kugelpackungen. Aus der Zeit, die der Schall für den Weg durch die Kugeln braucht, wird die Schallgeschwindigkeit ermittelt. Daraus kann man Rückschlüsse ziehen: Einerseits auf die innere Struktur der Packung, andererseits auf die sogenannte Druckabhängigkeit, also darauf, wie sich die Granulatteilchen bei höherem Druck gegenseitig zunehmend blockieren. Dabei ist vor allem der Bereich interessant, in dem die einzelnen Teilchen ihren gegenseitigen Kontakt verlieren. Bekannte Phänomene auf der Erde sind: Sand beginnt zu rieseln oder ein Erdrutsch löst sich.
