ISTAR-Funktionsmodell


Auf dem Weg zur Digitalisierung in der Flugzeugentwicklung
Das DLR-Forschungsflugzeug ISTAR Dassault Falcon 2000LX: Technologie für die Zukunft der Luftfahrt
Wie lassen sich Flugzeuge der Zukunft effizienter und sicherer gestalten? Mit dem Forschungsflugzeug ISTAR (In-flight Systems & Technology Airborne Research) – einem hochmodernen Inflight-Simulator – entwickelt das DLR Antworten auf diese zentrale Frage. Ob bemannt oder unbemannt, real oder virtuell: Der ISTAR ermöglicht die präzise Untersuchung von Flugeigenschaften neuer Flugzeugentwürfe unter realen Betriebsbedingungen.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem „digitalen Zwilling“ des Flugzeugs. Dieser digitale Nachbau erlaubt es, Umbauten, Wartung und sogar operationelle Abläufe genau zu planen. Gleichzeitig eröffnet er die Möglichkeit, neue Flugzeugdesigns frühzeitig virtuell zu testen. Stationiert in Braunschweig, ergänzt der ISTAR die größte zivile Forschungsflotte Europas und unterstreicht die führende Rolle des DLR in der Luftfahrtforschung.
HighFly: Neue Wege in der Forschung
Im Rahmen des Projekts HighFly hat unser Institut beeindruckende Fortschritte erzielt. Nahezu 400 Flugmanöver – bei unterschiedlichsten Höhen, Geschwindigkeiten und Dynamiken – lieferten wertvolle Daten, die mit modernsten Simulationstools kombiniert wurden.
Dank des digitalen Zwillings können Flugzeuge künftig schon in der Konzeptphase am Rechner getestet werden. Unsere Forschenden können simulieren, wie sich Designänderungen auf Flugeigenschaften und das Verhalten auswirken. Die Vision? Simulationsbasierte Zulassungen, die die oft langwierigen und teuren Zulassungsverfahren der Luftfahrt erheblich beschleunigen könnten.
Vereisungsstudien: Sicher unterwegs bei Frost
Ein weiteres Forschungsfeld des ISTAR ist das Flugverhalten unter Vereisungsbedingungen. Im europäischen Luftfahrtforschungsprogramm Clean Sky 2 untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie Flugzeuge mit künstlich erzeugten Eisansammlungen reagieren. Dabei konnten sie nachweisen, dass selbst bei einem Ausfall der Vereisungsschutzsysteme ein sicheres Flugverhalten gewährleistet ist – ein entscheidender Beitrag zur Flugsicherheit.
Unser ISTAR-Funktionsmodell: Technik zum Anfassen
Das ISTAR-Funktionsmodell ist ein detailgetreuer Nachbau des Forschungsflugzeugs. Dank variabler Einzelteile kann es flexibel für unterschiedliche Präsentationszwecke genutzt werden. So wurden bereits Messinstrumente, wie Druckmess-Sensoren aus dem Projekt HighFly, oder Iceshapes aus dem Luftfahrtforschungsprogramm Clean Sky 2, an dem Modell angebracht, um aktuelle Forschungsarbeiten zu demonstrieren.
Um unsere Luftfahrtforschung anschaulich und greifbar zu machen, ist das ISTAR-Modell interaktiv. Mittels einer Konsole lassen sich
- die Fahrwerke ausfahren,
- die Beleuchtung steuern
- die Landeklappen ausfahren
- und eine Tragfläche biegen, um die strukturellen und damit die aerodynamischen Lasten, die im Reiseflug herrschen, zu veranschaulichen.
Technische Details auf einen Blick
Maßstab des Modells: 1:13,6
Maße des Exponats:
- Länge: 165 cm
- Breite: 160 cm
- Höhe: 50 cm
- Gewicht: 20 kg
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