Digitale Werkzeuge und Experimente für die Drehflügler der Zukunft

ROME

DLR-Hubschrauberkonfiguration
Im DLR-Leitkonzept „The Rescue Helicopter 2030“ werden zum einen bekannte Drehflügler-Konfigurationen hinsichtlich Leistung, Effizienz und Lärmemissionen optimiert und zum anderen die Aerodynamik und Aeroakustik neuartiger Multikopter-Konfigurationen analysiert.

Das DLR-Projekt ROME entwickelt und stellt validierte Werkzeuge bereit, die in der deutschen und europäischen Luftfahrtindustrie zur Gestaltung neuer Fluggeräte eingesetzt werden. Besonders im Fokus stehen verschiedene Drehflügler-Konfigurationen, die aktuell in Industrie und Gesellschaft diskutiert werden – darunter Hubschrauber und Multikopter.

In ROME bündeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dafür die Entwicklung von Computerprogrammen zur detaillierten Analyse und zum Entwurf von Drehflüglern und ihren Komponenten mit experimentellen Untersuchungen von Rotorströmungen. Ziel ist es, die neu gewonnenen experimentellen Daten direkt zur Verbesserung der Vorhersagewerkzeuge zu nutzen, die wiederum zur Optimierung von Entwürfen beitragen. Die Forschung in ROME baut dabei auf den Erkenntnissen der vorherigen DLR-Projekte FastRescue und UrbanRescue auf.

Projektziele

  • Untersuchung der Aeromechanik einer neuen Mehrrotor-Konfiguration im Windkanal
  • Überprüfung und Verbesserung der aerodynamischen und aeroakustischen Werkzeugkette mit Hilfe von Experimenten
  • Durchführung von Systementwurf und der multidisziplinären Optimierung eines neuen Hauptrotorblatts

ROME folgt damit den Leitkonzepten des DLR in der Luftfahrtforschung, die darauf abzielen, innovative Rettungsdrehflügler zu entwickeln.

Das Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik und das Institut für Flugsystemtechnik führen in ROME Windkanaltests durch, die nicht nur eine wertvolle Datenbasis für aktuelle und zukünftige Projekte liefern, sondern sie ermöglichen es dem DLR auch, Drehflügler für die städtische Flugmobilität (Urban Air Mobility – UAM) besser zu verstehen und weiterzuentwickeln. In einem Nachfolgeprojekt vermessen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das neue Rotorblatt im Windkanal, um den neuesten Stand der Technik im Rotorentwurf zu demonstrieren. Langfristig trägt dies zu einem geringeren Treibstoffverbrauch und einem leiseren Betrieb konventioneller Rettungshubschrauber bei.

Projekt
ROME - Rotor Multidisciplinary Methods and Experiments
Laufzeit
1/2024 -12/2027
Projektpartner 
  • DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik (Leitung)
  • DLR-Institut für Aeroelastik
  • DLR-Institut für Elektrifizierte Luftfahrtantirebe
  • DLR-Institut für Flugsystemtechnik
  • DLR-Institut für Softwaretechnologie
  • DLR-Institut für Systemleichtbau
  • DLR-Einrichtung Flugexperimente
  • Systemhaus Technik

Kontakt

Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik