29. Juni 2022

OHA! Abenteuer Wissenschaft in Zittau am 01.07.2022

Die Reagenzgläser sind geputzt, der 3D-Drucker befüllt, die Stimmen geölt: Am Freitag präsentieren Mitarbeiter der Hochschule und acht anderer Institute in Zittau und Görlitz erstmals von 16 bis 20 Uhr ihre Arbeit bei der "Langen Nacht der Wissenschaft" – in Vorführungen, Experimenten, Vorträgen und vielen Mitmach-Angeboten.

In der Versuchshalle vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind diverse Experimente aufgebaut. Mit denen wird veranschaulicht, welche Themen die Mitarbeiter speziell im Institut für CO2-arme Industrieprozesse erforschen. So gibt's unter anderem eine Station, an denen Besucher einen Impeller - ein gekapselter Propeller - und Taschenwärmespeicher zusammenbauen und mit nach Hause nehmen können. "Diese soll die Arbeiten an der Wärmepumpe näherbringen", berichtet der
wissenschaftliche Mitarbeiter Sven Mehlhose. Dafür steht auch ein Modell bereit. Das zeigt, wie der Einsatz in der Industrie zu einer CO2-Ersparnis führen kann.

Sven Mehlhose experimentiert mit Feuer. Das Strontiumnitrat macht die Flamme rot.

© Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Sven Mehlhose stellt Besuchern zudem vor, wie verschiedene Elemente eine charakteristische Färbung einer Flamme erzeugen. Auch die Herstellung und Funktion der "Zutaten" von Wunderkerzen wird beschrieben. Diese dienen dabei für Gäste als greifbares Beispiel zum Verbrennen von Metallen. Der Bezug zur Wissenschaft: Möglichkeiten zur CO2 freien Energiewandlung aufzeigen.

Die DLR-Mitarbeiter forschen auch daran, wie Sonnenenergie bei der Wasserstoff-Herstellung hilft. "Dessen Nutzung steht im Zentrum für künftige Industrieprozesse, um die Reduktion der CO2-Emissionen voranzutreiben", erklärt Sven Mehlhose. Besucher haben die Möglichkeit, die Solarzellen auszurichten, um den Einfluss des Sonnenstandes auf deren Leistung zu veranschaulichen. Die Messwerte werden über den Abend live aufgezeichnet. Auch Raketenstarts sind zu erleben: Mithilfe von Tennisbällen und
Wasserflaschen. Dies soll spielerisch Antriebe darstellen. Die Gäste dürfen die Raketen selbst benutzen. Mittels VR-Brillen erleben sie zudem einen Rundgang durch einen Turm, den das DLR als Forschungsanlage zur Nutzung von Solarenergie betreibt.

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