Unsere Mission: Forschung für nachhaltige Mobilität

Elektroleichtfahrzeuge-Forschung

Elektroleichtfahrzeuge (Light Electric Vehicles, LEV) umfassen eine breite Palette an Fahrzeugen – von E-Scootern bis hin zu Microcars. In unserer Forschung konzentrieren wir uns auf Microcars, die als Fahrzeuge der Klassen L6e oder L7e eingestuft werden. Mit einem Gewicht von bis zu 450 kg ohne Batterie sind sie deutlich leichter und kompakter als herkömmliche Pkw. Dadurch reduzieren sie Ressourcenverbrauch, Emissionen und Verkehrsfläche, insbesondere in Städten. Neben diesen Vorteilen bestehen Herausforderungen im Vergleich mit Fahrzeugen der Klasse M1 (Pkw), beispielsweise mit Blick auf den Insassenschutz auf Grund fehlender Crashtestvorschriften. Diesen Themen widmet sich die Forschung am Institut für Fahrzeugkonzepte in diversen Projekten.

LEV Projekte und Aktivitäten

Methoden und Tools

Versuchsfahrzeuge am Institut für Fahrzeugkonzepte – Topolino und Microlino im Einsatz

Für die Erhebung von Daten zur Nutzung von Microcars kommen am Institut zwei Serien-Microcars zum Einsatz: Den Fiat Topolino und den Microlino.

Unsere kompakten, vollelektrischen Fahrzeuge der Klassen L6e und L7e werden aktuell im Projekt Vimitrans verwendet, um Anforderungen an Microcars zu untersuchen. Mittels Messtechnik und Befragungen werden technische Daten und Nutzeranforderungen gesammelt. Eine derzeit laufende Messkampagne mit Realfahrten, die eine diverse Proband:innengruppe durchführt, soll wertvolle Erkenntnisse zur Nutzung, Akzeptanz, Fahrerlebnis, Nutzungsbedingungen, Fahrzeugtechnik und ergonomischen Aspekten liefern.

Mit dem Einsatz dieser Fahrzeuge stärken wir unsere praxisnahe Forschung im Bereich zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte.

MIRCON – Anforderungserhebung mit Mixed Reality

Um Anforderungen zuverlässig erfassen zu können, benötigen Proband:innen eine möglichst konkrete Vorstellung vom Endprodukt. Zu diesem Zweck setzen wir einen speziell für wissenschaftliche Studien entwickelten Mixed Reality Configurator (MIRCON) ein. Mit diesem Tool können Nutzer:innen ein LEV nach ihren individuellen Bedürfnissen konfigurieren und das Fahrzeug anschließend mittels Augmented Reality direkt in der realen Umgebung visualisieren. Ergänzt wird die visuelle Darstellung durch passive Haptik in Form einer Sitzkiste, die es ermöglicht, das virtuelle Erlebnis physisch zu untermauern und so ein umfassendes Mixed-Reality-Erlebnis zu schaffen. Das Modell passt sich in Echtzeit an die gewählten Optionen an. Diese immersive Darstellung erlaubt eine realistische Einschätzung von Proportionen und Größenverhältnissen. Durch die direkte Interaktion mit dem Fahrzeug steigt zudem das Engagement, und der Innenraum kann durch das Hineinbegeben ins Fahrzeug detailliert erlebt werden.

MIRCON – Anforderungserhebung mit Mixed Reality
  • Marktanalyse: Modelle, Technik, Datenbank
  • Rahmenbedingungen: Regulierung, Infrastruktur, Markt
  • Ökobilanzierung: Lifecycle Emissionen, Emissionen pro km
  • Mobilitätsdatenanalyse: Analyse zu ersetzbaren Pkw-Fahrten
  • Potenzialanalysen: zu Substitution von Pkw und Raumgestaltung
  • Nutzeranforderungen: Erhebungen mittels VR-Konfigurator und mehr
  • Fahrzeugentwicklung: Gesamtkonzept und Technologien
  • Sicherheit: Bauweisen für höhere LEV Sicherheit
  • Datenaufbereitung: Visualisierung von Ergebnissen Netzwerk: international, interdisziplinär, transdisziplinär

Abgeschlossene Studien & Projekte

Kontakt

Dr.-Ing. Stephan Schmid

Abteilungsleitung
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Fahrzeugkonzepte
Fahrzeugsysteme und Technologiebewertung
Pfaffenwaldring 38-40, 70569 Stuttgart