Wie können Astronautinnen und Astronauten künftig Sauerstoff und Baumaterialien direkt auf dem Mond gewinnen?

@DFKI, Bremen
In der Woche vom 13. bis 17. Oktober 2025 traten acht internationale Teams bei der ESA Space Resources Challenge 2025 in der LUNA-Halle beim DLR in Köln gegeneinander an. Teams aus Polen, Kanada, Dänemark, Großbritannien und Deutschland nahmen am Wettbewerb teil. Auch wir vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen waren gemeinsam mit dem DFKI als Team BREMEN dabei. Unser Team BREMEN gewann den Wettbewerb und sicherte sich ein Preisgeld von 500.000 Euro. 🏆
Nun startet das dazugehörige Projekt! Die Aufgabe: Technologien entwickeln, um Mondstaub – sogenannten Regolith – aufzubereiten. Denn daraus sollen künftig Sauerstoff und Baumaterialien direkt auf dem Mond gewonnen werden. Ziel ist es, eine nachhaltige und unabhängige Versorgung künftiger Astronautinnen und Astronauten sicherzustellen. Das getestete Szenario blickt in die 2040er Jahre, in denen Menschen dauerhaft auf dem Mond leben und lokale Ressourcen nutzen.
Das modulare System besteht aus dem Rover „Coyote III“ und einer Aufbereitungseinheit, das Mondstaub (Regolith) sammelt, sortiert und so die Basis für die Gewinnung von Sauerstoff und Metallen schafft. Der Rover ist mechanisch robust, geländegängig und modular erweiterbar. Das Fahrzeug „Coyote III“ kann sich sicher auf mondähnlichem Terrain bewegen.🌙🚀
Das System wird in dem nun gestarteten Projekt weiterentwickelt und optimiert. Anfang 2027 soll ein weiterer Feldtest in der LUNA-Halle -einer gemeinsamen Forschungsanlage von DLR und ESA- zur Vorbereitung künftiger astronautischer und robotischer Mondmissionen, durchgeführt werden. Dafür hat sich das Team BREMEN zum Ziel gesetzt 100 kg künstlichen Mondstaub an einem Tag auszugraben und zu verarbeiten. Dabei soll möglichst wenig Energie verbraucht werden und die Robustheit des Systems demonstriert werden.

@ DFKI, Bremen
Kontakt
Paul Zabel