2D Pipettenklinostat

Mit Hilfe des 2D-Pipettenklinostaten können kleine biologische Proben wie Zellen in Suspension, Blut oder Sphäroide simulierter Mikrogravitation ausgesetzt werden. Die Proben werden in 1-mL- oder 2-mL serologischen Pipetten eingefüllt und mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 U/min rotiert, wodurch eine Sedimentation der Proben verhindert wird. Es können 10 Pipetten gleichzeitig klinorotiert werden. Der Klinostat kann in einen Zellkulturinkubator gestellt werden, um kontrollierte Umgebungsbedingungen zu gewährleisten (z.B. 37 °C, 5 % CO₂, >95 % Luftfeuchtigkeit). Mithilfe der Online-Fixierungsfunktion können die Proben direkt während der Rotation in 15-ml-Falcon-Röhrchen mit Fixierlösung überführt werden, wodurch Readaptationsartefakte im Experiment verhindert werden. Unter den am häufigsten gewählten Versuchsbedingungen (60 U/min, Pipettendurchmesser 4 mm) wird am äußeren Rand der Pipette eine maximale Restbeschleunigung von 4×10-3 g erreicht, die zur Mitte hin abnimmt.

Weitere Informationen zu dieser Anlage senden wir Ihnen gerne auf Nachfrage!

Kontakt

Dr. rer. nat. Christian Liemersdorf

Leitung Angewandte Luft- und Raumfahrtbiologie
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin
Linder Höhe, 51147 Köln