Bettruhestudien am DLR
Sollen Astronautinnen und Astronauten künftig für lange Zeit im Weltraum oder auf dem Mond und Mars leben, müssen effektive Maßnahmen gegen die negativen Effekte der Schwerelosigkeit entwickelt werden.

Wenn Astronautinnen und Astronauten künftig für lange Zeit im Weltraum oder auf dem Mond und Mars leben sollen, müssen effektive Maßnahmen gegen die negativen Auswirkungen der Schwerelosigkeit entwickelt werden. Für 30 oder auch 60 Tage liegen gesunde Probandinnen und Probanden in zum Kopf hin um sechs Grad nach unten geneigten Betten in der Forschungsstation :envihab des DLR. Diese Schräglage löst im Körper das aus, was AstronautInnen auf ihren Missionen im All erleben: Die Körperflüssigkeiten verschieben sich in Richtung Oberkörper, Knochen und Muskeln der unteren Körperhälfte bauen sich durch die Bewegungslosigkeit ab.
Das DLR hat in Zusammenarbeit mit Partnern wie der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA und der Europäischen Raumfahrtagentur ESA bereits jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet der Kurzzeit- und Langzeit-Bettruhestudien gesammelt. Das Ergebnis: Wertvolle Datensätze, die im Vergleich zeigen, welche Maßnahmen die AstronautInnen möglichst effektiv vor den negativen Auswirkungen der Schwerelosigkeit schützen können.