Energiesystemanalyse
Die Abteilung Energiesystemanalyse generiert systemanalytisches Wissen, welches wir sektorenübergreifend bis hin zur globalen Ebene und basierend zum Teil auf eigenentwickelten Methoden und Modellierungstools bereitstellen.
Förderung der Resilienz und Optimierung der Reaktion auf Kaskadeneffekte in kritischen Infrastrukturen
Unser gesellschaftliches Zusammenleben ist zunehmend von der Vernetzung kritischer Infrastrukturen (KRITIS) wie dem Verkehr, der Telekommunikation oder dem Energiesystem abhängig. Während in manchen KRITIS-Sektoren in den vergangenen Jahren vorrangig die wirtschaftliche Optimierung im Fokus stand, rückt nun die Sicherstellung ihrer Resilienz gegenüber Störungen und Krisen in den Vordergrund. Bedrohungssituationen wie Pandemien, Naturkatastrophen, Transportkapazitäts-Knappheiten oder auch gezielte Cyberangriffe können zu Kaskadeneffekten führen, die weit über den primär betroffenen Sektor hinausgehen und die Versorgung der Bevölkerung gefährden. Das Forschungsprojekt FORTE, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, adressiert diese Herausforderung, indem es die Transparenz über bestehende Abhängigkeiten und potenzielle Kaskadeneffekte in den KRITIS-Sektoren Energie, Informationstechnik, Telekommunikation, Transport, Verkehr und Ernährung schaffen will. Ziel ist die Identifizierung und Bewertung von präventiven Maßnahmen, um negative Effekte in Krisenfällen zu vermeiden oder abzumildern.
Forschungsprojekt FORTE | |
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Laufzeit | Februar 2026 bis Januar 2029 |
Förderung durch | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt |
Projektbeteiligte |
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Zentraler Gegenstand des Forschungsprojekts FORTE ist die Analyse der komplexen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen KRITIS-Sektoren. Die Projektbeteiligten verknüpfen ihre jeweilige Domänenexpertise mit konkreten Anwendungsbeispielen aus der Wirtschaft, um Bedrohungssituationen sowohl auf Basis bekannter Szenarien als auch neuartiger Entwicklungen zu untersuchen. Diese Analyse mündet in die Entwicklung von Anwender-Tools, die Entscheidungsträgern in Wirtschaft, Politik und Verwaltung eine transparente und verständliche Darstellung von Szenarien, Kaskadeneffekten und relevanten Entscheidungssituationen ermöglichen sollen. Durch die Demonstration der Kerndynamiken von Abhängigkeiten und die Nutzung der Tools in Workshops und Trainings wird das Verständnis für KRITIS-übergreifende Risiken gestärkt und die Umsetzung effektiver Krisenmanagementstrategien unterstützt. Das Projekt wird seinen Erfolg daran messen, ob neue Kaskadeneffekte identifiziert und an relevante Stakeholder weitergegeben werden konnten.
Das Institut für Vernetzte Energiesysteme konzentriert sich innerhalb von FORTE auf die Wechselwirkungen des Energiesystems in Versorgungskrisen und die Bewertung seiner Resilienz. Hierbei werden insbesondere die Auswirkungen von Störungen im Energiesektor auf andere KRITIS-Bereiche simuliert und analysiert. Die Forschungsschwerpunkte liegen auf der Identifizierung und Berücksichtigung von Abhängigkeiten in Krisensituationen und einer detaillierteren Modellierung unterschiedlicher, praxisnaher Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz des Energiesystems gegenüber externen Einflüssen. So werden unter anderem die Auswirkungen von Cyberangriffen auf die Energieversorgung sowie Strategien zur Aufrechterhaltung der Energieversorgung während einer Gasmangellage untersucht.