Forschungsprojekt reSYNERGY
Sektorübergreifende Nutzung von kommunalem Abwasser für die Produktion von grünem Wasserstoff – Synergien zwischen Wasser- und Energiesystemen zur Stärkung der Versorgungssicherheit 2035
Die Transformation des Energiesystems stellt uns vor enorme Herausforderungen: Einerseits soll zukünftig grüner Wasserstoff eine tragende Rolle in der Energieversorgung spielen und zur Dekarbonisierung beitragen. Andererseits könnte seine Produktion durch Elektrolyse in einigen Regionen zu Wasserknappheit und Verteilungskonflikten führen. Um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen, erarbeitet das Forschungsprojekt reSYNERGY, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Lösungen für die Wasserbereitstellung. Schlüssel ist hierbei die Nutzung von kommunalem Abwasser zur Wasserstoffproduktion. Damit soll bis 2035 die soziale und ökologische Resilienz verbessert und die Versorgungssicherheit von Energie und Wasser insbesondere bei Extremwetter- und Störereignissen gesichert werden.
Forschungsprojekt reSYNERGY | |
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Laufzeit | April 2026 bis März 2029 |
Förderung durch | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt |
Projektbeteiligte | - DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme
- Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
- Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV)
- DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)
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Im Fokus des Projekts reSYNERGY steht eine nachhaltige und resiliente Wasserstoffproduktion, indem Abwasser zu Reinstwasser aufbereitet und für die Elektrolyse nutzbar gemacht wird. Auf diese Weise entsteht eine integrierte Nutzungsrelation zwischen Wasser und Energie, die die Abhängigkeit vom Grundwasser reduziert und auch in Zeiten von Ressourcenknappheit sowohl eine stabile Wasserversorgung als auch eine verlässliche H2-Produktion ermöglicht. Neben der Suche nach innovativen technologischen Ansätzen fällt das Augenmerk der Forschenden auch auf die Untersuchung regulatorischer und institutioneller Rahmenbedingungen. Das Modell, das im nordwestlichen Niedersachsen umgesetzt wird, soll dabei nach Projektende auf andere Regionen übertragbar sein.
Das Institut für Vernetzte Energiesysteme fokussiert sich im Projekt reSYNERGY auf die Entwicklung eines übertragbaren Demonstrations- und Transformationsmodells. Ziel ist es, Potenziale für erneuerbare Energien in der Region zu analysieren und mit dem Energiebedarf für Elektrolyse und Wasseraufbereitung abzugleichen. Die eingebrachten Kompetenzen verstärken insbesondere die energiesystemanalytische Perspektive auf die Kopplung von Ressourcen und Technologien sowie die Möglichkeiten für eine modellgestützte Analyse und Bewertung von wirtschaftlichen und umweltbezogenen Aspekten und der Resilienz von gekoppelten Lösungen. Zudem werden gemeinsam mit den weiteren Verbundbeteiligten Szenarien zur künftigen Entwicklung der Region erarbeitet und hinsichtlich ihrer Vulnerabilität, Resilienz und Nachhaltigkeit bewertet.
Auf Grundlage der Ergebnisse werden Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger in Form einer Transformations-Roadmap abgeleitet. Die vom Institut ermittelten Ergebnisse tragen somit wesentlich zur Machbarkeitsdemonstration der Abwassernutzung für die Elektrolyse und zur Entwicklung von gekoppelten Transformationsstrategien bei.