9. Oktober 2025

EO4CAM-Fachdialog Urbaner Raum: Rückschau auf den zweiten Online-Workshop

Wie können digitale Geodaten Kommunen konkret bei Planung, Klimaanpassung und Vorsorge unterstützen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Online-Fachdialogs am 8. Oktober, an dem 22 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen unterschiedlicher Größe – von kleineren Gemeindenbis zu Großstädten – sowie aus verschiedenen Landesämtern teilnahmen.

EO4CAM-Fachdialog Urbaner Raum
Credit:

EO4CAM

Im Workshop wurden aktuelle Ansätze und Datenprodukte zu Versiegelung, Stadtbäumen, Starkregenereignissen und der Wirksamkeit von Klimaanpassungsmaßnahmen vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert. Der Austausch zeigte, dass insbesondere aktuelle, hochaufgelöste und flächendeckende Informationen für kommunale Aufgaben zunehmend an Bedeutung gewinnen, beispielsweise bei der Bauleitplanung, in Stadtklimaanalysen oder im kommunalen Monitoring.

So ermöglichen detaillierte Versiegelungsdaten eine differenzierte Betrachtung von Grün- und Freiflächen und helfen die Anforderungen der EU zur Wiederherstellung der Natur zu erfüllen. Die Erfassung von Stadtbäumen bietet die Grundlage für Baumkataster, Beschattungsanalysen und Stadtklimamodellierungen.

Erfassung von Stadtbäumen
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EO4CAM

Beim Thema Starkregen lag der Fokus auf der Identifikation besonders betroffener Gebiete und auf der Frage, wie Schutz- und Anpassungsmaßnahmen besser bewertet werden können.

In Hinblick auf Klimaanpassungsmaßnahmen wurde deutlich, dass Kommunen Wirkungen zunehmend quartiersbezogen, saisonal und unter Einbezug zukünftiger Klimaentwicklungen betrachten möchten.

Der Workshop war geprägt von einem offenen, praxisnahen Austausch. Neben fachlichen Impulsen bot er Raum, Anforderungen aus der kommunalen Praxis aufzunehmen und bestehende Ansätze weiterzdenken. Die im Workshop vorgestellten Materialien wurden den Teilnehmenden im Nachgang zur Verfügung gestellt und dienen als Grundlage für die weitere Vertiefung und Zusammenarbeit.

Ein weiteres Treffen ist für Ende 2026 als Präsenzveranstaltung geplant. Interessierte Kommunen und weitere Nutzerinnen und Nutzer sind eingeladen, sich zu beteiligen, Erfahrungen einzubringen und Feedback zu den vorgestellten Ansätzen zu geben.