26. Februar 2026

Von der Karte ins Gelände: Wasserrückhalt mit EO4CAM

Wie können Kommunen die mitunter katastrophalen Folgen von Starkregenereignissen verhindern oder zumindest wirksam mindern? Am 24. Februar 2026 trafen sich zahlreiche lokale und regionale Akteure im Rathaus der Gemeinde Wartmannsroth im Landkreis Bad Kissingen, um diese Frage zu diskutieren.

Wasserrückhalt mit EO4CAM
Credit:

Sarah Schönbrodt-Stitt

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Neben dem Bürgermeister von Wartmannsroth waren kommunale Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde und des Landkreises Bad Kissingen, der Bayerischen Staatsforsten, des zuständigen Wasserwirtschaftsamts, der Unteren Naturschutzbehörde, der Landschaftspflegeverbände, des Bayerischen Bauernverbands Bad Kissingen, des PAN Planungsbüros für angewandten Naturschutz GmbH sowie der Bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön vor Ort.

Die Rhön ist Pilotregion im Projekt EO4CAM – hier können die Daten und Informationen aus der Wissenschaft direkt in der Praxis angewendet und erprobt werden. Wie zum Beispiel die reliefbasierten Analysen, die im Rahmen von EO4CAM an der Universität Würzburg durchgeführt wurden. Mit Hilfe digitaler Geländemodelle wird die Fließakkumulation berechnet, also die Ansammlung von Oberflächenwasser entlang eines Hangprofils. Zusammen mit der Feuchtekonzentration werden so potenzielle Abflussbahnen und feuchte Senkenbereiche sichtbar. Ergänzt durch eine vereinfachte Abflussmodellierung lassen sich kritische Punkte identifizieren, an denen Starkregen zu verstärktem Oberflächenabfluss, Erosion oder lokalen Überflutungen führen kann.

Im anschließenden Austausch wurden diese datenbasierten Hinweise mit den bestehenden Planungen, den bekannten Starkregenereignissen sowie dem Erfahrungswissen der Beteiligten abgeglichen. Eine ganztägige Vor-Ort-Begehung ermöglichte, die identifizierten Bereiche direkt im Gelände zu besichtigen und gemeinsam mögliche Maßnahmen zum Wasserrückhalt im Wald und im Offenland weiterzudenken.

Die gemeinsame Begehung und Diskussionen hat gezeigt, wie wirkungsvoll die Verbindung aus Fernerkundung, modellgestützten Analysen und lokalem Wissen sein kann.