Energiesystemanalyse
Die Abteilung Energiesystemanalyse generiert systemanalytisches Wissen, welches wir sektorenübergreifend bis hin zur globalen Ebene und basierend zum Teil auf eigenentwickelten Methoden und Modellierungstools bereitstellen.

DLR; flaticon.com
LENS ist ein am Institut für Vernetzte Energiesysteme entwickeltes Softwaretool, mit dem komplette Energieszenarien quantitativ aufgebaut und analysiert werden können. Das Spektrum reicht von verschiedenen Nachfragetreibern über den sektoralen Nutz- und Endenergieverbrauch bis hin zu Primärenergien, installierten Kapazitäten und Emissionen auf der Angebotsseite.
LENS verfügt über Schnittstellen zur Verknüpfung mit anderen Modellen (zum Beispiel REMix und AMIRIS), so dass die Ergebnisse komplexerer System- und Marktmodellierungen in Zukunft integriert werden können. Bei der Softwareentwicklung wurden auch Schnittstellen für die weitere Bewertung von Szenarien, insbesondere im Hinblick auf lebenszyklusbasierte Umwelteffekte und (kritische) Ressourcenbedarfe, berücksichtigt.
LENS wird am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowohl für nationale und internationale Bottom-up-Szenarioanalysen als auch für detaillierte Analysen des Industriesektors eingesetzt. Nach einer ersten internen Entwicklungsphase, die durch das Helmholtz-Programm Energy System Design (ESD) finanziert wurde, werden erste gekoppelte Stakeholder-basierte Anwendungen mit Mitteln des 8. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung entwickelt.
Ziel ist es, LENS zu einem Werkzeug für die Wissensintegration weiterzuentwickeln. Dieses soll komplexitätsreduziertes Wissen aus verschiedenen detaillierten Modellierungen und Analysen in einer zentralen, konsistenten Wissensbasis für die Ko-Kreation von Szenarien bereitstellen. Es wird auch untersucht, wie unterschiedliche Politiklogiken konsistent in das Szenariomodell übersetzt werden können und wie deren Wirksamkeit für die Beteiligten sichtbar gemacht werden kann.