Forschungsprojekt MOREMix-Green

Strategische Energiesystemanalyse und -planung für Marokko

Die Beschleunigung der Umstellung auf erneuerbare Energien und die Erreichung von Klimaneutralität sind dringende globale Herausforderungen. Gemessen an diesen Zielen stellt sich auch das nordafrikanische Königreich Marokko neuen Aufgaben: Die Integration erneuerbarer Energien und synthetischer Kraftstoffe sowie die Etablierung einer klimaneutralen Wasserstoffwirtschaft. Das Forschungsprojekt MOREMix-Green, gefördert durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), unterstützt die marokkanische Transformation des Energiesystems und entwickelt ein internationales Referenzmodell für die strategische Energieplanung.

Forschungsprojekt MOREMix-Green

 

Laufzeit

Januar 2026 bis Dezember 2027

Förderung durch

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Projektbeteiligte

  • DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme

Im Zentrum des Forschungsprojekts MOREMix-Green steht die Entwicklung und Anwendung einer internationalen Vorlage für die strategische Energieplanung. Dafür sind insbesondere die Strategieentwicklung, wissenschaftliche Referenzmodelle und die Unterstützung von Pilotprojekten notwendig. Zudem steht die Aktivierung und Weiterbildung von Entscheidungsträgern auf allen Ebenen im Fokus. Das Projekt trägt dazu bei, die Grundlagenforschungen des DLR in den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Energie ins Anwendungsfeld zu tragen und setzt damit Impulse für den globalen Klimaschutz.

Die Arbeitsschwerpunkte des Instituts für Vernetzte Energiesysteme sind im Rahmen des MOREMix-Green Projekts vielschichtig: Ausgehend von der Energieplanung liegt unter anderem ein Fokus auf der Stärkung der nationalen Kapazitäten für eine evidenzbasierte, integrierte Energieplanung. Diese soll zudem besser mit Klimazielen und Investitionsentscheidungen abgestimmt werden. Darüber hinaus adressiert das Institut die Neuausrichtung der Rolle von Kohlekraft und entwickelt Strategien für einen schrittweisen Ausstieg. Im Bereich der Wasserstoffwirtschaft arbeitet das Institut unter anderem daran, einen systemintegrierten Weg zur Einbindung von Wasserstoff in die nationale Energieplanung zu schaffen. Die Rolle von Wasserstoff bei der Dekarbonisierung soll verdeutlicht werden, vor allem in Bezug auf Systemflexibilität und Energiesicherheit. Dabei soll die Bereitschaft für Wasserstoffinvestitionen sowie die strategische Positionierung in den aufstrebenden internationalen Wasserstoff- und PtX-Märkten verbessert werden.

Ergänzend zu eigentlichen Transformationsaspekten fokussiert sich das Institut auf die Aus- und Weiterbildung an Hochschulen, um die zukünftigen Fachkräfte auf die Herausforderungen bei der Umgestaltung unserer Energiesysteme vorzubereiten. Unter anderem geht es dabei um grünen Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe und weitere Power-to-X-Aspekte sowie um den Aufbau eines qualifizierten Talentpools zur Unterstützung langfristiger Energie- und Wasserstoffstrategien. Zudem soll eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und politikrelevanten Prozessen angestoßen werden.

Kontakt

Energieszenarien und Technologiebewertung

Forschungsgruppe
Institut für Vernetzte Energiesysteme