Sogenannten Schallquellenlokalisierungsverfahren erlauben es, den Ort einer Schallquelle zu genau bestimmen. Für bewegte Quellen in komplexen Umgebungen müssen diese weiterentwickelt werden, da die Dopplerverschiebung, vergleichsweise kurze Messzeiten und die Schallausbreitung in der Atmosphäre die Messungen und Simulationsberechnungen erschweren. Diesem Problem nehmen wir uns gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam im Projekt LION an. In Diesem Projekt wollen wir die vorhandenen Methoden zur Analyse von bewegten Schallquellen erweitern.
Die Forschenden entwickeln Algorithmen, Modelle und virtuelle Testumgebungen, in der verschiedene Szenarien der Schallausbreitung simuliert werden können. Dazu arbeiten wir eng zusammen mit akustischen Arbeitsgruppen der Berliner Hochschule für Technik, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und die schweizerischen Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt.

Die Berechnungsverfahren werden mit Messungen mittels Mikrofonarrays an Flugzeugen und Zügen verglichen. Dabei spielen auch Wetterbedingungen wie Umgebungstemperatur, Luftdruck und Wind eine wichtige Rolle, denn die atmosphärischen Bedingungen beeinflussen auch die menschliche Wahrnehmung und die dadurch erzeugte Lärmbelästigung. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sollen helfen, die Entstehungsmechanismen des Schalls besser zu verstehen und so die Grundlage für gezielte Lärmminderungsmaßnahmen direkt an der Quelle zu schaffen.

Laufzeit
12.2019 – 03.2024
05.2025 – 05.2028
Förderung
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Schlagwörter
Schallquellen, Lärmreduktion, Simualtion, Mikrofonarrays
Projektbeteiligte
Institut für Schallforschung (ISF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften | Empa – Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, Abteilung Akustik / Lärmminderung |