Hellen De Winter

„Was es hier gab, das klang einfach richtig cool“
Ursprünglich hat Hellen gar nicht unbedingt einen neuen Job gesucht. Die Maschinenbau-Absolventin war in ihrem bisherigen Job sehr zufrieden. Zufällig entdeckte sie jedoch eine offene Stelle am Institut für Antriebstechnik, welche „deutlich besser zu dem gepasst hat, was ich richtig interessant finde“, gibt sie zu. „Was es hier gab, das klang einfach richtig cool“.
Kurzerhand bewarb sich Hellen. Inzwischen arbeitet sie am Institut für Antriebstechnik an ihrer Dissertation, in der sie sich mit der Interaktion zwischen Einlauf- und der Fanströmung in einem Flugzeugtriebwerk befasst. Der Übergang vom Einlauf in den Fan bildet die Schnittstelle zwischen Flugzeug- und Triebwerksherstellern. „Diese komponentenübergreifende Interaktion ist besonders herausfordernd, aber eine gute Auslegung ist für effiziente und robuste Luftfahrtantriebe sehr wichtig“, sagt sie.
Simulationen gehören dafür auf jeden Fall zu ihrem Arbeitsalltag. Als erstes braucht die Wissenschaftlerin immer eine Einlauf- und Fan-Geometrie: „Manchmal existiert diese schon oder ich muss sie selber erzeugen“, erklärt sie. Danach wird diese Geometrie in eine Vielzahl kleinerer und einfacherer Elemente zerlegt, sodass ein Gitternetz (ein sogenanntes Mesh) entsteht. Auf diesem Gitternetz können verschiedenen Softwarelösungen die Strömung dann in 2D oder auch 3D berechnen. Die gekoppelten Komponenten werden anschließend schrittweise in verschiedenen Simulationen bewertet. „Es gibt dafür unterschiedliche Komplexitätsstufen, abhängig davon, wie genau ich die Realität abbilden will“, erklärt Hellen.
Nach der erfolgreichen Simulation folgt für Hellen das Post-Processing. Dafür werden die gesammelten Daten so aufbereitet, dass man die Ergebnisse anschauen, analysieren und dokumentieren kann. „Das ist wieder eine ganz andere Arbeit. Aber manchmal sind die Plots und Bilder richtig nervig, weil man etwas zehntausendmal neu machen muss, damit alles stimmt“, sagt sie lachend.
Warum Hellen empfiehlt am Institut zu arbeiten: „Weil es einfach so viel Spaß macht! Und weil du immer die Möglichkeit hast zu verstehen was du gerade machst. Du benutzt nicht nur einfach Tools und bekommst ein Ergebnis. Wenn du wissen willst wie etwas wirklich funktioniert, kannst du sofort fachspezifischen Input bekommen.“
Teamarbeit als Antrieb
Allerdings sind es nicht nur die Simulationen, die Hellen in ihrem Arbeitsalltag Freude bereiten. „Ich finde es richtig toll, dass meine Dissertation auch eine Zusammenarbeit mit der Industrie ist. Durch diese Partnerschaft gibt es eine sehr direkte Verknüpfung mit dem, was gerade wirklich gebraucht wird“, erklärt sie. Diese Zusammenarbeit bringt nicht nur die Entwicklung erfolgreich weiter, sondern sorgt dafür, dass „man nochmal mehr am Thema interessiert ist, weil alle so enthusiastisch sind“. Diese positive Stimmung motiviert sie.
Auch schätzt sie die enge Zusammenarbeit im Team: „Das gibt es nicht immer, dass man mit seinen Kolleginnen und Kollegen auch so gut zusammenarbeiten kann“, erklärt die Wissenschaftlerin. Manchmal sei das Thema der Dissertation so speziell und individuell, dass die gar nicht so viel darüber wissen. „Aber so wie das Institut organisiert ist – und weil hier so viele verschiede Aspekte vom Triebwerk erforscht werden – hat man wirklich die Möglichkeit sich richtig viel auszutauschen“.
„Hier gibt es alle Zutaten, um zusammen gute Forschung zu machen“
Doch nicht nur die Breite, sondern auch die Tiefe an Informationen begeistert Hellen: „Ich finde es sehr speziell was man hier hat. Es gibt viele Kolleginnen und Kollegen die schon sehr lange hier sind und die auch richtig viel wissen“.
Für die Simulationen nutzt Hellen zum Beispiel den hauseignen Strömungslöser TRACE, welcher von der Abteilung Numerische Methoden am Institut entwickelt wird. „Wenn ich dann eine Frage habe oder etwas nicht verstehe, kann ich einfach eine paar Büros weitergehen und nachfragen. Und ich bekomme sofort eine technisch fundierte Erklärung. Das hat man nicht oft“.
Für die Wissenschaftlerin ist es wichtig, dass man nicht einfach nur Simulationssoftware nutzt, sondern auch erfährt, wie es hinter den Kulissen aussieht. „Du bekommst sofort diesen Input und die Kolleginnen und Kollegen freuen sich dann auch darüber, wenn man fragt.“ Doch nicht nur für Fragen sind sie immer zu haben – auch für Diskussionen. „Ich glaube, hier gibt es alle Zutaten, um zusammen gute Forschung zu machen.“
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